Archiv | Reviews RSS feed for this section

Feiern mit Herz im Olgapark – Ruhr in Love 2019

7 Jul

Techno, House, Trance, Hardcore, Goa – wofür schlägt mein Herz? Diese Frage haben am Samstag, 06.07.2019, 36.000 Ruhr in Love Besucher für sich beantwortet und auf 40 Floors mit 400 DJs gefeiert. 2019 bereits zum 17. Mal! Von 12 bis 22h wurde der Olga Park in Oberhausen wieder zur Pilgerstätte der elektronischen Familie.

Wer auf Vielfalt steht, kann sich dort ausleben: Die Mischung aus Stars und Newcomern, Jung und Alt, die Musikstyles, teilweise mit Soundüberschneidungen. Für mache etwas zu laut und zu bunt…. Das Konzept ist auf jeden Fall einzigartig! Zusammen mit der Location ergibt sich eine Symbiose, die einmalig für ein Tagesfestival ist.

Nacht | Hell hatte sich einen festen Fahrplan gemacht, für all das, was uns am Herzen lag. Unser erster Stopp war der Bereich rund um die Floors Hexenhouse und Housekeeper, die wieder nah beisammen waren. Es dauert nicht lange, bis man jemanden über den Weg läuft, der oder die seit 20 Jahren Bestandteil der Feierszene in NRW ist.

Der gebürtige DJ und Produzent aus Recklinghausen, Moguai, spielte seit 14.30h nebenan auf der riesigen Center-Stage. Im strahlenden Sonnenschein gab sich das feierwütige Publikum seinen progressiven Beats hin. Der eine oder andere Klassiker löste schiere Begeisterung aus. Für manche so viel, dass nur noch Wasser zur Abkühlung half.

Gechillt werden konnte zwischendurch auf den weichen Wiesen und unter Bäumen. Wenn man einmal das komplette Gelände erkundigen wollte, brauchte man zwischendurch schon die eine oder andere Verschnaufpause…

… Um danach wieder richtig abzugehen, z.B. bei Acid Wars, Techno Rulez! & Partykumpel Ruhrgebiet. Hinter den Decks Man at Arms vs. Sorgenkint, das Acid Wars-Gespann schlechthin. Der Dancefloor brannte, im übertragenden Sinn!

Wer auch nicht erst seit gestern zu elektronischer Musik tanzen geht, kennt Nathalie de Borah. Die DJ-Frau, die seit Mitte der 90er Jahre mit ihrem Technosound berauscht und begeistert. Um 17.45h war sie auf dem Players Club & Clublife Floor anzutreffen.

Dann ging es zurück zu unserer Homebase, dem Housekeeper meets Ibiza World Club Tour pow. by Katana Agency Floor. Danielle Diaz haute gerade „Pulverturm“ von Niels van Gogh raus. Der Klassiker entzündete den Funken im Pulverfass, sprich: Brachte die Stimmung zum Überkochen.

Ab 19h gab es die ersten Schauer.  Ich lasse es jetzt lieber zu schreiben, „der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch“, die Floskel braucht kein Mensch!

Wir hatten noch einen letzten Punkt auf unserer Agenda, den sunshine-live-Floor. Denn bei DEM Radiosender für elektronische Musik und deren Protagonisten wie DJ Falk konnten wir noch auf ein paar Classics hoffen.

Um 21h versammelten sich alle Kinder der 90er, oder die, die es noch werden wollen, zum Abschluss-Set von Dune bei sunhine-live. Hier klopfte das Herz für den Rave hörbar laut.

Sonnenfrau

Bildergalerie:  https://flic.kr/s/aHsmESUyAR

Authentischer Techno im Sonnenschein – PollerWiesen Festival in Dortmund

10 Jun

Pfingstsonntag, 09.06.2019, kurz nach 16 Uhr auf der Mainstage im Revierpark Wischlingen in Dortmund: Berghain-Resident Ben Klock berührt die Partypeople mit authentischem Techno. Beim PollerWiesen Festival funktioniert das, was sich sonst nur im düsteren Club im Verborgenen abspielt, mitten in der Natur im strahlenden Sonnenschein.

Man merkt den Machern aus Köln immer noch die Unterground-Raves an, mit denen sie vor 26 Jahren gestartet sind. PollerWiesen fokussiert sich seit jeher aufs Wesentliche, die Musik. Hier sucht man vergebens kitschige Deko, Walking-Acts, Go-Gos oder sonstigen Klimbim, im Mittelpunkt ist ganz klar Techno in allen Facetten und die dazugehörigen Künstler.

Alles andere Drumherum wird so geformt, dass sich die Leute wohlfühlen, aber den eigentlichen Blick nicht verlieren. Seit 2011 gibt es PollerWiesen nun auch in Dortmund, neben den bekannten Events im Rheinland.

Hier können sich die Veranstalter auf vier Floors: am See, auf dem Hügel und im Wald mit den verschiedenen Genres austoben. Mit einer Mischung aus altbekannten Acts und Newcomern wurde auch 2019 aufgefahren: Konstantin Sibold b2b Kevin de Vries, Dax J, Kobosil b2b Somewhen, P.A.C.O., Job Jobse, Lena Willikens, Giant Swan live, uvm.

Schon Monate vorher werden Reisen aus Benelux und anderen Bundesländern nach NRW geplant. Ein Highlight für alle, die in Dortmund beheimatet sind und auch einmal im Jahr direkt vor der Haustür feiern können.

Die Kommunikation auf den PollerWiesen Social-Media-Kanälen wurde die letzten Jahre komplett auf Englisch umgestellt. Aufgrund der immer größer werdenden Internationalität zwar verständlich, allerdings fehlt dabei der Heimatbezug!

Uns ist in diesem Jahr besonders die friedliche Stimmung aufgefallen, obwohl es zu Hoch-Zeiten am Beach, hostet bei Reaktor-Events, oder beim Set von Charlotte de Witte auf dem Mainfloor zum Bersten voll war.

Im Wald herrschte eine spezielle, relaxte Atmosphäre. Hier auf dem Hidden-Floor fanden auch mal 80er-Synthie-Sounds und andere experimentelle Töne Anklang.

Der Trend geht aktuell ganz klar zurück zu den 90ern, was sich in den Outfits einiger Gäste widerspiegelte. Bei den Temperaturen war jedes Kleidungsstück zu viel und so wurden die Schließfächer genutzt, um sich von lästigem Ballast zu befreien.

Es gab Raver, die auch mal an einen frisch gepressten Smoothie nippten, Obst aßen oder sich einen Kaffee gönnten, auch in diesem Bereich gibt es einen Umbruch: An den Essensständen, die früher auf Festivals eher Kirmescharakter hatten, wurden viele vegetarische/vegane Gerichte angeboten.

Die zahlreichen Wiesen und Bäume spendeten ganz natürlich den Chill-out-Bereich, den man sich spontan nehmen konnte. Von 12 bis 22 Uhr wurde schließlich Open-Air gefeiert und dann gab es ja auch noch die offizielle After-Hour im JunkYard.

Die Hilltopstage wurde traditionell wieder von Kittball bespielt, rund um Labelinhaberin Juliet Sikora mit Techno, Electronic und House.

Das Beste soll man sich ja bekanntlich für den Schluss aufheben und dieses Häppchen war Nina Kraviz. Im Kontrast von Zartheit und harten Beats, untermalt von der untergehenden Sonne und Feuerschwaden, neigte sich das PollerWiesen-Festival erneut einem immensen Abschluss entgegen.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsmEac3QF

Zurück ins Raveland – Wonderful Days im Bootshaus, Kölle

11 Feb

img_8823Es gibt Dinge, die verstauben im Laufe der Zeit. Die Kassette aus den 90ern, die einen viel zu langen Schlaf in irgendeiner Schublade hält. Das Longsleeve mit plakativen Aufdruck von der Loveparade „Love Is The Key“ o.ä. Die Lieblingsvinyls und die dazugehörige Plattentasche – wo waren die nochmal? Manchen Lieblingsdingen wurde am Samstag, 09.02.2019 frisches Leben eingehaucht – bei Wonderful Days, The Classic Rave Festival im Booshaus, Köln.

Die Sehnsucht nach einer Reise zurück ins Raveland ist groß – kurz nach Eröffnung der Tore – meldete der Veranstalter Dancefield – „Ausverkauft!“

img_8800Wann gibt es diese Classic-Acts auch in so komprimierter Form?! Hier ein Auszug aus dem Line-Up: Marusha, Miss Djax, Dave202, Talla 2XLC, DJ Dag, Quicksilver, Hooligan, Kai Tracid, Jam el Mar, Taucher, Mark Oh, Melanie di Tria, Marco Zaffarano, Claus Bachor b2b Roland Casper.

Auf drei Floors und im Außenbereich (präsentiert von Pioneer DJ mit sunshinelive-DJs) wurde gefeiert.

Es tanzte der Raver in Schlaghose und Neon-Knicklicht, neben der Sechzigjährigen, die nach langer Zeit mal wieder einen drauf machte und der Jungspund, der das Meiste nur vom Hörensagen kannte.

img_8807Unser persönliches Highlight waren die vielen Klassiker, die insgesamt gespielt wurden. Tracks, die man schon fast vergessen hatte, plus das damit verbundene Gefühl und die Möglichkeit, immer wieder die Location zu wechseln.

Es war zu fortgeschrittener Stunde zwar sehr voll, aber insgesamt herrschte diese friedliche Atmosphäre, die wir heutzutage oft vermissen.

Einziges Manko: Die Playtime der DJs, eine Stunde war viel zu kurz. Dafür mischte sich der eine oder andere Künstler auch mit ins Getümmel.

img_8816Positiv aufgefallen ist uns, was früher gang und gäbe war, dass die DJs sich gegenseitig besuchten und zusammen abfeierten. Und es nicht hieß: „Ich komme gerade an und muss direkt weiter, habe gleich noch einen Anschlussgig und schließlich ein Familie zu ernähren…“

Unser Tipp: Schaut euch die Videoausschnitte an, die sprechen Bände.

Nacht | Hell freut sich auf eine erneute Wiederbelebung. Wer hat nicht gerne Wonderful Days – bzw. Nights…

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsmArdQQK

Die Sonne, die sich im Mond spiegelt – M’era Luna 2018

19 Aug

IMG_7686Eine Woche ist nach dem Festival in Hildesheim-Drispenstedt vergangen, noch immer verfolgen uns die Bilder und Eindrücke dieses bizarren-schönen Erlebnisses. Eine bittersüße Romanze mit Musik und Menschen, die uns tief berührten. Auch wenn der Kontakt eher introvertiert verläuft – in der schwarzen Szene besteht eine Verbindung auf einer anderen Ebene.

Vom 10. bis 11. August 2018 wurden wir zum ersten Mal Augenzeuge, wie sich der Segelflugplatz zu einem Gothic-Wunderland verwandelte. Als wir das Gelände betraten, war es unser Tor zu einer anderen Welt: Fetisch, Lack & Leder, Military uvm. meet Steampunk.

IMG_E7537Für Nacht | Hell liegen die Ursprünge elektronischer Musik fest in diesem Genre verwurzelt. Der düstere Sound hatte schon immer eine enorme Anziehungskraft auf uns. Wir waren hier um Neues zu erkunden, aber auch, um Gemeinsamkeiten & Unterschiede aufzuspüren.

FKP Scorpio als Veranstalter gab sich große Mühe, die Besucher sorgenfrei durch ihr Event zu bugsieren. Zwischen den Gigs wurden über Lautsprecher viele praktische Tipps gegeben. Wer dazu rät, genug Wasser zu trinken, nimmt seine Schäfchen buchstäblich an die Hand. Trinkwasser gab es kostenfrei an Zapfsäulen oder im Tetrapak für einen schmalen Euro. Wir waren beeindruckt, in welchen geordneten Bahnen alles verlief!

So ist das, wenn sich die Sonne im Mond spiegelt – es ist anders und der Schein trügt. Genauso erlebten wir den kompletten Festivalablauf. Jeder machte sein Ding, auf einer sehr friedlichen und toleranten Art und Weise.

Es war ein beachtlich großes Spielfeld, um sich auszutoben. Die Mainstage wurde ringsherum von einer Art Armee von oben bewacht. Reichlich Essens- und Getränkestände zingelten die Hauptbühne ein. Das Angebot war groß, es gab u.a. Sekt & Wein und auch an die Veganer wurde gedacht. Ein komplizierter Bonkauf und Umtausch fiel weg. Es zählte noch das alte Motto: „Nur Bares ist Wahres!“ Davon brauchte man einiges, was nicht ganz der Qualität der Speisen entsprach.IMG_7563.JPG

Unser musikalisches Highlight Samstagmittag unter freiem Himmel waren die Gothic-Rock-Bands Zeraphine und Lord of the Lost.

Am Stand des Musikmagazins Sonic Seducer hatten Fans die Möglichkeit, ihre Künstler bei der Autogrammstunde zu treffen. Hier bildeten sich oft lange Schlangen.

Wir brauchten erst einmal reichlich Zeit, um die unzähligen Shops mit szeneaffinem Stuff in- und outdoor kennenzulernen.

Es wurde langsam dunkel, als wir in der Hangar-Stage beim letzten Act Samstagabend feierten. Sean Brennan von London After Midnight zog uns in seinem Bann.

Den perfekten Abschluss des ersten Festivaltages boten uns The Prodigy, die wir vor über zehn Jahren das letzte Mal live auf der Mayday hörten. „No Good (Start the Dance)“ – ein Grund mehr richtig auszurasten.

Sonntagmittag stand die Sonne hoch – ein heißer Kontrast für dunkle Gemüter. Wir beobachteten das Treiben auf dem Campingplatz rechts und links neben der eigentlichen Landebahn. Hier war der Treffpunkt des gemeinschaftlichen Stelldicheins, wie z.B. Fesselliebhaber, die Bondage praktizierten. Auf dem Weg zum Eingang sahen wir die Geister, die wir riefen, in der Geisterbahn mit lebenden Gespenstern.

Sonne hin – Sonne her, wir waren auf dem M’era Luna und hatten Lust auf Industrial und Dark Elektro! Dafür gings in den dunklen Hangar zu FabrikC. Gute Wahl, wir blieben direkt bis TORUL. Synthiepop und eine Stimme fürs Herz. Der zweite Tag trumpfte auf!

Der Mittelaltermarkt lockte nicht nur mit Handwerk am Lagerfeuer, Speis und Trank, hier konnte auch angebandelt werden bei der Kontaktbörse Kuppeley. Vielleicht reichte es sogar für eine stilechte Trauung vor Ort.

IMG_7654Mitmachen konnte man auch bei der M’era Luna Academy. Wer sich im Vorfeld für einen Workshop angemeldet hatte, konnte u.a. beim Innerself Photo Posing lernen, sich gekonnt in Szene zu setzen.

Peter Heppner (Wolfsheim), der im Herbst mit seiner Confessions & Doubts-Tour an den Start geht, war unser Sonntagshighlight um 16.30 Uhr auf der Main Stage. Seine unverkennbare Stimme sorgte schon bei Liedern von Schiller und Paul van Dyk für Gänsehaut. Als Überraschungsgast präsentierte er Joachim Witt, mit dem er gemeinsam den neuen Song „Was bleibt“ performte. Puh, das ging tief!

IMG_7680Schnell noch einen Abstecher zu Rotersand. Wer es nicht sofort aufgrund von Überfüllung in die Hangar-Stage schaffte, konnte den Auftritt auf der Leinwand vor dem Eingang verfolgen.

Unser Ziel war, Front242 live zu erleben, bevor wir den Rückweg nach Dortmund antreten mussten. Als wir den Hit „Headhunter“ weit vorne live erlebten, war M’era Luna so viel mehr, als das, was wir vorher irgendwie vermutet hatten!

Auch bei uns stellte sich – leider – ein Gewöhnungseffekt und dann auch ein Überdruss der vielen Eindrücke ein.

Wir brauchten ein paar Tage, um alles zu verarbeiten und wissen jetzt, wir wollen beides: Die Sonne und den Mond.

So wie wir auch beide Elemente in uns tragen. Und deswegen gilt es, sich nicht entscheiden zu müssen.

Danke M’era Luna! IMG_E7659

Ausblick auf die Festivals 2019:

Plage Noire 03. – 04. Mai und M’era Luna 10. – 11. August

Sonnenfrau

 

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsmkPeuSm

 

Oh wie schön ist Panama…

17 Jul

IMG_6760Viel Gutes hatte Nacht | Hell  von dem Festival an der Rheinaue in Bonn gehört. Vom 13. bis 14. Juli 2018 machten wir uns davon selbst ein Bild. Die dritte Ausgabe erstrahlte bei Traumwetter mit fünf Stages und einer Spielwiese. Hier tobten wir uns Freitagsnachmittags als Erstes aus. Hula The Hoop, Glitzer auf dem Scheitel & Bart von GlowJob oder mit der Veganbox für den Campingplatz eindecken. Veltins V+ lud zum Buttonbasteln und Jute-Beutel-Designen ein. Kreativ sein auf dem Festival, das gibt´s nicht überall!

IMG_6667

Wir staunten nicht schlecht über die liebevoll gebrandeten Stände der Getränke- und Snackpartner. Es war so, wie bei der Entdeckungstour nach Panama. Dazu gehörte auch eine echte Kokosnuss. Einziger Wehrmutstropfen: Die ellenlangen Schlangen an der Wechselstube und die Währung. Warum ein Panama-Taler mehr kostet als ein Euro, leuchtete uns nicht ein!

Auf der Mainstage ließen gerade AkaAka die Sau raus. Ansonsten war die Panama Stage zwar die Größte ihresgleichen auf dem Festival, aber musikalisch mit Lost Frequencies und Oliver Heldens nicht unsere Wahl.

IMG_6697

Dafür die Umbrella Stage mit voller Stil vor Talent-Energie von Hidden Empire, Oliver Koletzki und Reinier Zonneveld. Noch technoider gings auf der zweiten riesigen Baumann Container Stage mit Anna, Charlotte de Witte und Len Faki zu. Um Mitternacht war Schicht im Schacht.

Samstagmittag ging es bereits ab 12 Uhr weiter. Unsere Erkundungsreise führte uns heute zur Sparkassen Bretterbude mit Nicone, Dirty Doering und Lexer. Bei dem Sound wollten wir gar nicht mehr weg! Zum Glück war es nur ein Katzensprung zur Umbrella Stage mit Junge Junge, Bebetta und Format:B. Wir liefen im Kreis, stolperten mehr durch Zufall über die Jägermeister Stage und blieben dort bei bestem Sound hängen. IMG_E6774

Enorm die Parallelen zur Janosch-Kindergeschichte! Insgesamt fiel uns an beiden Tagen eine extrem friedliche und angenehme Atmosphäre auf. Echtes Festivalfeeling – die rausgeputzen Besucher ergänzten den Eindruck.

Diese Stimmung wollten wir weiter einfangen und entspannt auf uns wirken lassen. Auf einem Hügel oberhalb der technoiden Stage verfolgten wir in der tiefstehenden Sonne den Sets von Oliver Huntemann und Pan-Pot. Wir träumten vor uns hin und stellten fest: Oh wie schön ist Panama!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskBsdjma

In der guten Stube beim Tante Mia tanzt – Festival in Vechta

13 Mai

Nun liege ich also in meinem Bett. Hier ist es kuschelig und warm. Das tut gut nach einem langen Festival-Tag. Die Beine sind schwer, die Füße platt vom vielen Laufen und Tanzen. Ein breites Grinsen huscht über mein Gesicht. Ja, bei Tante Mia in der guten Stube habe ich mich willkommen und wohl gefühlt! Kommando zurück auf heute morgen: Nordwestens größtes Electro-Festival startet Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 10. Mai 2018 bereits um 12.00 Uhr.

Seit drei Jahren ist Tante Mia tanzt die Alternative zu Bollerwagen-Touren am Vatertag. Auf vier Floors wird bis Mitternacht abgefeiert. Als wir das Gelände des Stoppelmarktes in Vechta gegen 14.30 Uhr betreten, ist gerade Prime-Time auf dem Mainfloor. Die Housedestroyer nehmen die Bühne auseinander und das animierfreudige Publikum mit.

Über das Wetter wollen wir nicht viele Worte verlieren, kurz: Es könnte besser sein! Da wir aber alle wissen, dass man es so annehmen muss, wie es halt ist, sind alle froh, über das Angebot an Regenponchos. Einen Unterschlupf bietet das Zelt, die Diele. Mit Discokugeln und karibischen Cocktails kann man sich hier schnell gedanklich in wärmere Gefilde beamen.

Ab und zu kommt dann auch mal die Sonne raus. Das gigantische Kettenkarussell steht allerdings still.

Die Mädchen zaubern sich echte Blumen ins Haar am Stand mit selbstgemachten Kränzen. Süße Idee!

Warsteiner ist auf dem Tante Mia tanzt das „einzig wahre“ Bier und nicht zu übersehen.

Dann hat Nacht | Hell das persönliche Tagesziel erreicht: Die gute Stube der Lausbuben. Der Osnabrücker Veranstalter ist outstanding auf dem Festival. Die Musik, die Leute, die Künstler, alles ist hier „irgendwie anders“. Für uns, wie nach Hause kommen!

Lausbube Frank Kruse gibt gerade ein paar Ibiza-Klassiker vergangener Zeiten zum Besten, wie „Needin’ U“ von David Morales.

Rechts und links bettet eine Standuhr die Bühne ein, im Retro-TV werden die Künstler übertragen. Kultig ist das grüne dicke Plüsch-Sofa direkt auf der Stage neben dem DJ-Pult. Hier ist ein Platz geschaffen für die imaginäre Tante Mia.

Mit Frankey & Sandrinos „Acamar“, übergibt Frank Kruse dann an die Kittballer Tube und Berger aus Leverkusen.

Bei einer weiteren Erkundungstour über das Festival stolpern wir über einen Shisha-Stand. Der Zusammenhang zur elektronischen Musik ist uns nicht klar. Dann lieber eine vegetarische Leckerei an einer der vielen Snackbuden!

Leider kostet es in diesem Jahr etwas, seinem Grundbedürfnis nachzugehen. Sorry, aber eine Toiletten-Flatrate für fünf Euro sollte man bitte noch einmal überdenken!

Die Lausbubenstage hatte übrigens Newcomer Sören Fischer eröffnet. Bekannt u.a. aus dem Holy Poly Club in Osnabrück, war er der verdiente Sieger des DJ-Contests.

Wer die Lausbuben kennt, weiß, dass Louis Dinkgrefe einfach dazugehört. Louis` Slot war von 13 bis 14.30 Uhr, knapp verpasst!

Doch den Streich des Ober-Lausbuben, den machen wir mit. Konzentriert und in seiner Musik versunken, greift Dansir zur beliebten Lausbuben-Trickkiste. Schon für dieses Set hat sich der Weg gelohnt!

Etwas Abwechslung erleben wir nebenan in der Bassküche. Bei Audiotricz geht es mächtig zur Sache. Die Crowd hüpft, springt und erlebt den Hardstyle.

Dann freuen wir uns auf ein altbekanntes Gesicht: Felix Kröcher, der gestern noch im Fusion in Münster gespielt hat und heute der Mainact der Lausbuben ist.

Tante Mia tanzt ist nicht einfach nur ein Festival, sondern auch ein Treffpunkt der Szene und so staunen wir nicht schlecht, als wir ein weiteres bekanntes Gesicht treffen. Tocadisco, der selbst vor drei Jahren die Mainstage des Strandfiebers gerockt hat (Anmerkung der Redaktion: Festival vom gleichen Veranstalter; plus2event GmbH). Heute klappert Tocadisco selbst als Gast die Floors ab und nimmt ab 20.30 Uhr an der elektronischen Märchenstunde von Bebetta teil. Mit rosa Köpfchen und einem Lächeln im Gesicht, macht es wahnsinnig Spaß, Bebetta zu beobachten.

Ziemlich schnell wird es dunkel. Die Bühnen strahlen so eine Helligkeit und Wärme aus, dass es nicht so schnell kalt wird.

Mit Feuerwerk im Hintergrund übernimmt Panik Pop das letzte Set des Abends. So wie es sich für die Lausbuben gehört!

Auf die nächsten Streiche!

Danke an Tante Mia!

Sonnenfrau

Bildergalerie: By Nacht-Hell: https://flic.kr/s/aHsmfJx5Vs

By Frank Schürmann: https://flic.kr/s/aHsmhSUQ94

Videos: Audiotricz: https://youtu.be/sG7wH2Y7SMw

Panik Pop: https://youtu.be/fXYY58dQYUc

Charlotte de Witte im authentischen Vogel

5 Feb

IMG_5266Es ist kurz vor 23 Uhr an einem Sonnabend, 03.02.2018 in Osnabrück. Wir stehen in der Schlange und hoffen auf baldige Öffnung unserer Homebase, dem Vogel in der Dammstraße. Seit dem Opening Ende 2013 haben wir nicht so einen Andrang erlebt. Der typische Osnabrücker liegt um diese Zeit eher noch auf der Couch, um zu chillen oder fängt langsam an vorzuglühen, um sich um kurz vor zwei Uhr nachts Richtung Club zu bewegen.

So kennen wir das auch noch aus alten Impuls-Zeiten (Anmerkung der Redaktion: Ehemaliger legendärer Houseclub an der Stadthalle). Wir finden das sehr schade, denn unser Motto ist eher: „Wer früh da ist, kann länger feiern“. Manchmal zieht sich die Zeit im Club wie ein Kaugummi. Schon oft wollten wir um kurz vor zwei wieder gehen und eine halbe Stunde später war auf einmal richtig Stimmung in der Butze.

Um Punkt 23 Uhr öffneten sich die Pforten des Vogels. Derjenige, der sein Ticket im Vorverkauf ergattert hatte, konnte ganz geschmeidig in den Club huschen, alle anderen kämpften, um die letzten Karten.IMG_5223

Den Anfang machte Leia Luise, die Resident-Technodame hinter den Decks. Perfektes Warme-Up, die Frau kam direkt zur Sache.

Die Ersten zogen sich ins Scheppareé zurück, nahmen erstmal einen Drink an der Bar oder qualmten entspannt in der Raucherbude.

Bei Leia füllte sich langsam aber sicher die Tanzfläche, dann übernahm Murat Acar aus OWL im Gespann mit Vogel-Aushängeschild Louis Dinkgrefe.

Ja heute Nacht war Techno angesagt, laut, mitreißend, perfekt um sich hinzugeben – Authentisch halt!

Der Kopf der Bande und Vogelinhaber Christopher Noble aka Cico spielte dann in der Maintime.

Die Spannung auf Charlotte de Witte wurde im gemischten und doch recht jungen Publikum immer größer. In dieser Nacht sah man einige Gesichter zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Aber auch viele Freunde des Hauses und Vogelinsider – nicht nur aus der Region – waren am Start.

Charlotte de Witte enterte um 5 Uhr das DJ-Pult im Vogel. Einen Auftritt in einem Bochumer Club (ROTUNDE) hatte die Belgierin schon hinter sich. Gestern in Augsburg, morgen in Hamburg, ansonsten in ganz Europa und heute eben Osnabrück, eine kleine Sensation, so angesagt, wie sie momentan ist.

Bei Charlotte ist der Kontrast krass. So zart wie sie nach außen wirkt, so hart und auf den Punkt gebracht, ist ihr Sound.

Die Leute feierten zwei Stunden enthusiastisch und die Tanzfläche war fast zu klein.IMG_5275

Authentisch ging es danach mit Dennis Reith und Murat Acar weiter.

Wir wünschen uns zukünftig öfters wieder so eine Nacht, wie diese. Hängt das Besondere von einem Mainact ab?!

Für uns nicht, denn der Vogel hat diese ganz spezielle Ausstrahlung, auch schon zu früherer Stunde, wenn wir uns alle hier versammeln. Was haben wir hier schon für Nächte mit den Residents gefeiert!

Also, Ruck geben und länger feiern…

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskBymTvX

Video: https://youtu.be/BjCe3BBUjoA

 

Nur im Holy Poly – Intim mit Westbam

11 Dez

IMG_4830Holy Poly – ein kleiner, aber feiner Club in der Dammstraße. Marcel, der seit Jahrzehnten als Initiator in der Osnabrücker Veranstaltungs-szene (u.a. ehemaliges Impuls, Labor, Stellwerk) aktiv war, hat seit 2016 ein neues Baby. Besonders beliebt, sind die Intim mit… Events. Gestartet mit Robert Babicz, dann Timo Maas im Januar diesen Jahres (Nacht | Hell berichtete) und Karotte im Oktober, stand für Samstag, den 09.12.2017 ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für Marcel und seine Gäste an: Techno-Legende Westbam aka Maximilian Lenz.

Der für nächstes Jahr geplante Erweiterungs-Umbau wurde eigens dafür vorgelegt. Und so erstrahlte das Holy Poly mit einem fetten Heiligenschein. Damit sich alle wohlfühlen und um den Fans den Eintritt zu ermöglichen, gab es im Vorfeld die Möglichkeit, sich anzumelden. IMG_4824

Hier steht der Chef Ennix noch selbst an den Plattentellern, bzw. hinterm DJ-Pult.

Für Westbam, der gebürtig aus Münster kommt und traditionell Weihnachten in seiner Heimat verbringt, war es auch etwas besonders, um diese Zeit so heimatnah zu sein.

Ab ein Uhr spielte Max den typischen Westbam-Sound. Mit frenetischen „Westbam“-Rufen platze die Tanzfläche aus allen Nähten und die Leute kamen ihm so nah, wie sonst nie. Zum Schluss haute Westbam noch einen seiner größten Hits, Beatbox-Rocker, raus. Electric-Kingdom gehört zwar längst der Vergangenheit an, doch wir persönlich vermissten die Berlin-Klänge von Anfang 2000.

IMG_4826Im Gegensatz zu den jungen Ravern….
Die feierten bis in die frühen Morgenstunden mit Resident-DJ Soeren Fischer weiter.

Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten…
Intime Parties leben vom Erleben und dafür kann ich das Holy Poly wärmstens empfehlen.

Sonnenfrau

Video: https://youtu.be/_HnSXckG9vA

 

 

Nach Hause kommen – Nature One 2017

8 Aug

IMG_3634Für jeden bedeutet es etwas anderes, nach Hause zu kommen. Für 56.000 Besucher hieß es am letzten Wochenende, den Weg zur Nature One auf die Raketenbasis Pydna in Kastellaun/Hunsrück, anzutreten. Viele feierten bereits ab Donnerstag beim traditionellen Mixery Opening, bevor am Freitag, 04.08., um 20 Uhr der Startschuss für „We call it home“ fiel. 2017 schon zum 24. Mal!

Das macht sich bemerkbar: Künstler, die von Anfang an mit dabei sind, bringen jetzt ihre erwachsenen Kinder mit, DJs ihre Ehepartner oder umgekehrt, junge Acts ihre Eltern. Das Nature One-Gefühl scheint ansteckend, bzw. vererbbar zu sein.

Kommando zurück: Es ist Freitag und Stefan Dabruck spielt ab 21 Uhr auf der Open Air Stage das letzte Set seiner DJ-Karriere. Der Manager von Robin Schulz hat verkündet, nun in den DJ-Ruhestand zu gehen. Ein bewegender Moment für ihn und seine langjährigen Weggefährten.

Im House of House lässt es Lovra gerade geschmeidig, aber druckvoll, angehen. Die süße Blonde versteht es, das Publikum magisch auf den Dancefloor zu ziehen.

IMG_3643Wir erkunden wie jedes Jahr das Gelände, bestehend aus den vier Head-Areas und 19 Clubs.

Nach dem Aufstieg auf den gefühlt höchsten Hügel, besuchen wir die Jungs & Mädels vom Hexenhouse. Gemeinsam mit dem Heaven & Hill-Festival haben sie wieder einiges auf die Beine gestellt. Danielle Diaz rockt hier hoch über den Bergen und wird kräftig angefeuert.

Wieder unten angekommen, bleiben wir beim kunterbunten Gayphoria & Vogue Club aus Koblenz hängen. Nicht etwa, weil wir DJ Fräggel kennen, sondern weil es hier einfach so nett ist!

Unser Highlight ist das 90er-Set von DJ Hell auf dem Classic-Floor, unabhängig davon, was rundherum passiert. Der International Deejay Gigolo steht für sich und seine ganz eigene Art.

Danach gibt es ein wenig Berghain-Feeling bei Ben Klock im Century Circus.

Wir beenden unsere Rundreise für diese Nacht bei Aka Aka feat. Thalstroem live. Unzählige leuchtende LED-Kugeln schweben von der Decke, während die drei Jungs heftigst mit der Crowd im House of House ausrasten.

Samstagabend sind wir wieder zurück im Nature-One-Land. Um die Musik drumherum gilt es einiges zu entdecken: Rave Clothing, den Stand von Eve & Rave und der Medienlounge mit sunshine live, Das Ding, Jugend gegen Aids uvm.

Tue Gutes und rede darüber: Wer bei Viva con Agua seine Bons spendet, hilft damit, Brunnen in Dritte-Welt-Ländern zu bauen. Der Betrag wird dann noch einmal von den Veranstaltern verdoppelt!

IMG_3724Nach einem Abstecher in unsere Lieblingslocation und Sascha Braemer an den House-of-House-Decks, geht es zum Classic Terminal. Jam spielte gerade den letzten Track in Erinnerung an Mark Spoon und übergibt an Hooligan, dem die Freude auf sein Classic-Set ins Gesicht geschrieben steht.

Auf der Pressekonferenz um Mitternacht berichtet Oliver Vordemvenne von I-Motion von einem erneut friedlichen Festival. Die Stadt Kastellaun hat die Raver mit offenen Armen empfangen.

Übrigens ist es eine Besonderheit der Nature One, dass man auf dem Campingplatz seinen Wagen direkt neben dem Zelt abstellen kann!

Tom Novy hätte -laut Sven Schaller von I-Motion- seine Wette eingelöst und seinen dritten Gig in dieser Nacht als Frau verkleidet absolviert.

Der eigentliche Höhepunkt ist allerdings eine Frau, die unerwartet ein Kind auf dem Campingplatz zur Welt gebracht hat, ohne vorher zu wissen, schwanger zu sein. Dem Baby sei auf jeden Fall die Nature-One-Erstausstattung und Gästeliste auf Lebenszeit sicher. Was für eine unglaubliche Story!

IMG_3737Nach solchen News kann das riesige Feuerwerk und traditionell NatureOne Inc. folgen.

Wir feiern laut und schwitzig im Acid-Wars-Bunker bei Sorgenkint und Crotekk live und dann wieder Open Air bei Dune auf dem Classic Terminal.

Diese Nacht im Hunsrück ist ganz schön kalt! Aber dafür gibt es ja den Century Circus, um sich so richtig bei Klaudia Gawlas aufzuheizen. Hier steckt Power drin und wir bleiben bei Fatima Hajji und Pappenheimer b2b Kerstin Eden.

Draußen ist es mittlerweile hell, als wir mal wieder über den Classic Terminal stolpern. Gerade zur richtigen Zeit, denn Man at Arms gibt seine Techno-Klassiker zum Besten.

IMG_3765Für Nacht | Hell bedeutet es, Nature-One-technisch nach Hause zu kommen, in der aufgehenden Sonne bei DJ Dag auf dem Open Air Floor zu tanzen. Ein Moment, der lebenslang in Erinnerung bleibt und jedes Jahr wieder für Gänsehaut sorgt.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsm2d8526

Videos:

Stefan Dabruck: https://youtu.be/tDC-cYLhUhY

Pressekonferenz: https://youtu.be/t1tuWzG2Zzk

Dune: https://youtu.be/ZJHDNr8B_24

 

Freche Früchte statt musikalischer Einheitsbrei – Juicy Beats 2017

3 Aug

IMG_3536Es ist Freitagabend, 28.07.2017, 21 Uhr,  und Moonbootica rocken die Electronic DJ Stage am Sandstrand. Wir haben für uns die musikalischen Rosinen, bzw. in diesem Fall die Orange rausgepickt, denn es ist wieder Juicy-Beats-Zeit.

Einmal im Jahr wird der schönste Ort der Stadt, der Westfalenpark, zum Treffen vieler frecher Früchte. Ob Indie, Pop, Hip-Hop, Reggae oder in unserem Fall Electro, dieses Festival bietet alles außer musikalischen Einheitsbrei. Wo sonst gemütliche Spaziergänge in den Blütengärten mit anschließendem Kaffee und Kuchen stattfinden, herrscht einmal im Jahr Ausnahmezustand.

Bereits seit 13 Uhr sind die ersten Floors geöffnet. Vorher erst stand Tobi Tobsen mit Fünf Sterne Deluxe auf der Mainstage der Festwiese, jetzt holt er gemeinsam mit seinem DJ-Kollegen KoweSix alles aus den elektronischen Liebhabern raus. Zeitgleich performt Hauptact CRO auf der großen Wiese. Aftershowparties, u.a. mit Musik aus Kopfhörern, locken zum Weitermachen.

Seit 1996 gibt es das Juicy Beats – das größte Festival für alternative Popmusik – bereits. Hier werden nicht einfach nur lieblos ein paar namhafte Bands teuer eingekauft und Ess- und Trinkbuden aufgestellt. Eher zeichnet sich das Festival durch seinen kunterbunten Mix aus bereits sehr etablierten und erfolgreichen Künstlern aus und Newcomern, die in liebevoller Kleinstarbeit zusammengewürfelt wurden, um ein einzigartiges Konzept zu bilden, das international längst Anklang gefunden hat.

Jeder Floor erhält sein eigenes Früchtchen, ist dadurch einfach zu finden, individuell, aber gleichzeitig Teil eines riesigen Obstsalates. Die Veranstaltung ist jedes Jahr weiter gewachsen und findet in diesem Jahr das dritte Mal bereits ab Freitag mit Camping statt.

IMG_3561Der Sprung zu Samstag ist enorm. Bei warmen Temperaturen ohne Regen platzt der Park bereits seit mittags aus allen Nähten. Durch die Weitläufigkeit des Geländes kein Problem. Hier gibt es neben der Musik auch noch so viel mehr zu entdecken, ein Spielplatz für große und kleine Kinder. Bei Fleurop z.B. können im Do-it-yourself-Verfahren frische Blumen zu einem Haarkranz gebunden werden und die Festivalfrisur steht. Auf der Kreativ.Meile unterhalb des Flamingoteiches stellen (Mode-) Künstler aus der Region ihre Produkte vor.

Und nicht nur das Kult-Getränk, das Bier „Brinkhoff´s No. 1“ läuft in Strömen, sondern auch der Riesling. Wein in Doatmund?! Ja, Dank Generation Riesling, die den Weingenuss junger Winzer aufs Festival holen. Ein großes Angebot zum Teil außergewöhnlicher Foodideen, wie vegane und afrikanische Leckereien und frischem Obst passen hier bestens hin.

Am frühen Abend verkündet Pressesprecher Martin Juhls die frohe Nachricht eines erneut sehr friedlichen und erfolgreichen Festivals. Das Medieninteresse auf der Pressekonferenz für die auftretenden Mainacts, wie Bilderbuch, Trailerpark, Alle Farben uvvm. ist groß. Allein am Samstag hat man die Auswahl an sieben Stages, 19 Floors & Aftershowparties von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nachts.

Für Nacht | Hell ist es an der Zeit für einen Abstecher zum CusCus Techno-Floor, der Brombeere in den Blütengärten mit Chris Di Perri und Nakadia b2b Mark Jackus. Hier, neben dem Panda, schlägt das elektronische Herz.

Aber wie so oft ist auch für uns weniger mehr. Zwischendurch chillen muss sein! Nach einer Partie in den Hängematten, in der Nähe der Banane, bzw. dem Tabula Rasa Techno-Floor, finden wir unseren Höhepunkt neben den gut abgedeckten Vogelvolieren, am Platz an den Wasserbecken, der Honigmelone.

IMG_3574Der Berliner Dirty Doering (Katermukke) spielt gerade „The Age of Love“ im Solomun-Remix. Zwar ist uns das Original lieber, aber jetzt und hier liegt etwas Spezielles in der Luft: Als wir auf der Kitball-Stage tanzen, über uns die bunten Segensfahnen mit Blick auf den Florianturm, erstrahlt Dortmund in einem Glanz, den wir uns öfters wünschen.

Danke Juicy Beats!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsm1vKbYs