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MBP im Interview bei der Ruhr in Love, das bunte elektronische Familienfest

11 Jul

Seit 16 Jahren wird die Ruhr in Love als DAS elektronische Familienfest bezeichnet. Im Nordsternpark in Gelsenkirchen gestartet und seit 2004 im Olgapark in Oberhausen. Wir begleiten das Festival von Anfang an und können den Namen bestätigen. Ein bisschen zu bunt, ein bisschen zu laut, aber es ist für jeden etwas dabei, vereint auf einer grünen Wiese. Und das am Samstag, 07. Juli 2018 auch wieder im vollen Sonnenschein. Auf dem Hinweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln kam an der einen oder anderen Stelle mit grölenden „DötDötDöt“- Rufen, schrägen Klamotten und Leuten, die sich bereits in der stechenden Mittagssonne reichlich Wodka-Energy gegönnt haben, eine Stimmung auf, die für uns nicht ganz so viel mit der elektronischen Musikwelt zu tun hat. Doch sobald man das Gelände betritt, ist das verflogen, da kann jeder bewusst entscheiden, wo er hingeht. Und das macht genau die Toleranz aus, in der es in der Szene geht. Wir eilten zum bigFM Floor NITROX, um Rafael von Plastik Funk zu begrüßen, der bereits das Opening auf der Center Stage gespielt hat. Weiter zu den housigen Klängen von Khetama beim Stereo.Club erreichten wir den traditionellen Platz, direkt neben dem Hexenhouse-Floor, die HouseKeeper meets Ibiza World World Club Tour. Hier feierten wir zu Neil Richter und MBP.

MPB?! Diese drei Buchstaben stehen seit 2013 für „Must Be Played“. Es gibt Musik, die muss einfach gespielt werden und es gibt Dinge, die müssen einfach gesagt werden. So auch beim Interview mit den beiden Jungs: Nach dem Set haben wir uns mit Claudio Hoffmann, 26 Jahre, aus Köln, gebürtig aus Beckum und Marius Havelt, 25 Jahre, aus Beelen an den Stand von Eve & Rave verzogen:

Wie war euer Set gerade? Habt ihr vorher schon einmal auf der Ruhr in Love gespielt?

Marius: Ja, wir haben letztes Jahr auf der gleichen Stage “Ibiza World Club Tour” gespielt, bei strömenden Regen und es war irgendwie auch geil!

Warum?

Claudio: Heute ist es einfach zu heiß. Die Leute haben in der Nachmittagssonne gerade ein kleines Tief. Ich denke aber nach hinten raus, geht da wieder mehr.

Wie ist es zu dem Booking hier bei Housekeeper gekommen?

Marius: Mario Scheider ist unser Manager, er organisiert die Ibiza World Club Tour und ist mit André Brunsveld von Housekeeper befreundet.

Vorher habt ihr noch woanders gespielt?

Claudio: Ja, um 13.15 Uhr oben auf dem alten Bus auf der London City Stage. Gleich geht´s weiter zum Superfood & Beats Open Air in Köln und dann noch zu einer der offiziellen Ruhr in Love Afterhour-Parties nach Bochum ins Apartment 45.

Apropos Ibiza: Mario organisiert auch die Oceanbeat Boot Parties. Wart ihr schon mal dabei?

Claudio: Auf dem Boot haben wir schon einmal aufgelegt, auch am Coco Beach. Nächste Woche geht´s endlich wieder nach Ibiza…

Ich habe gelesen, dass bald ein neues Release ansteht?

Claudio: Das stimmt, nächste Woche Freitag bei Kontor, ein Remix-Release. Es kommt auch als „Top Of The Clubs“ als physikalischer Tonträger. Da hat man was in der Hand und die Compilation geht in die Ruhr Charts mit ein.

Euren Sound würde ich als Melodic House bezeichnen?!

Marius: Ja genau mit verschiedenen Elementen aus den Bereichen Pop. Wir haben auch schon mit Bands zusammengearbeitet und sind offen für Neues, wie z.B. Reggae.

Was bedeutet euch die Musik, die ihr spielt? Was ist euch da besonders wichtig?

Claudio: Uns ist besonders die Verbindung zu den Leuten wichtig. Wir wollen diese für alle transparent machen.

Marius: Mir bedeutet die Musik alles! Als Kind habe ich schon auf Mülltonnen rumgehämmert, dann Schlagzeug und afrikanische Trommel gespielt. Ohne Musik können wir beide nicht leben!!

Was wünscht ihr euch von den Leuten, die eure Musik hören? Habt ihr da eine Botschaft?

Claudio: Wir haben da einen Leitspruch „Music is more than a passion“. Es geht über die Leidenschaft hinaus. Es soll Liebe verkörpern, aber ich verarbeite auch viel Schmerz mit der Musik. Ich glaube, jeder sollte sich ein wenig darin verlieren. Und gerade unsere Releases sind eher verträumt und z.B. für den Tag am Strand gedacht.

Wir kennen uns ja jetzt seit 2014 und mir ist aufgefallen, lieber Claudio, dass du dich für soziale Projekte engagierst.

Claudio: 80 % gehen für die Musik drauf und – als angehender Sonderpädagoge – 20% für soziale Projekte. Ich habe selbst einen Bruder gehabt, der auf eine Förderschule gegangen ist. Marius und ich haben bereits Spendentänze für gemeinnützige Organisationen durchgeführt. Vielleicht geht es in die Richtung eine DJ-Schule für behinderte Menschen zu gründen, eine Agentur in dem Bereich o.ä. Als Aushängeschild könnte man da das Beispiel Black Coffee bringen, der auf einem Arm gelähmt ist. Das wissen die Wenigsten. Deswegen hat er nur einen Kopfhörer, weil es sonst vom Handling nicht geht. In diese Richtung soll es gehen. Uns ist Menschlichkeit wichtig.

Marius: Meine Mutter arbeitet z.B. für Caritas, das Soziale fließt da einfach in die Erziehung ein. Man sollte nicht nur an sich denken, wie es die Meisten heutzutage tun.

Wie sind die weiteren Pläne für 2018? Mir sind als nächste großen Events der SMAG Sundance und danach Parookaville aufgefallen.

Claudio: Ja genau. Davor fliegen wir jetzt direkt am Montag nach Ibiza. Wir sind abends beim Ibiza live Radio und nachts im KM5. Bald folgen noch ein paar neue Veröffentlichungen…

Marius: Lasst euch überraschen und folgt uns auf Facebook und Instagram.

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Zurück zur Ruhr in Love – für uns steht jetzt noch einiges auf der Agenda: IMG_6569Klaudia Gawlas auf dem Abstract Floor, ein Abstecher zu sunshine-live und Acid Wars, Dune & Taucher bei THP Records & Clubbers Paradise und Nathalie de Borah beim Playerz Club. Planung ist alles, auch auf der Ruhr in Love, wenn man die Acts, die man gerne mag, erwischen möchte. Oder man lässt sich einfach treiben, das hat auch was für sich!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskBdm4BZ

Familienzusammenführung im Olga Park

1 Jul

 

Bild 019Oberhausen, Olga Park, 29.06.2013, 16 Uhr: Sonnenschein und blauer Himmel. Die Wetterapp hielt, was sie versprach! Nach tagelangem Regen geschah ein kleines Wunder, wo drauf 46.000 Besucher und 400 DJs & Live Acts insgeheim gehofft hatten. Denn „so“ macht die Ruhr in Love richtig Spaß und bescherte einen neuen Besucherrekord.

Strahlende Gesichter begegneten mir, als ich den rappelvollen Olga Park nachmittags betrat. Mit Gummistiefeln gerüstet ging es auf die riesige Festivalwiese mit ihren 38 Bühnen.

Erster Stopp war der Kölner Club Reineke Fuchs zusammen mit „Lustig Wandern & LIKE“, Unterground-Feeling inmitten vom Kommerz.

Danach fand ich mich zwischen ROCK INC., Johnny Mauser & apeoffice mit pumpenden Electro- & House-Beats wieder, während nebenan die Fans der Hardcore-Gladiators bei sehr vielen BPM in den Boden stampften.

Genau das ist die Ruhr in Love! Eine Familienzusammenführung aller Stilrichtungen der elektronischen Musik. Es wird miteinander und nebeneinander friedlich gefeiert. Auch die anfangs nervigen Soundüberschneidungen gehören mittlerweile einfach dazu.

Es geht vielmehr darum, den Moment zu genießen. Nicht umsonst stecken diverse Agenturen, Magazine, Labels und Veranstalter seit Jahren so viel Herzblut in ihre Bühnen, nehmen den stressigen Aufbau und die Strapazen auf sich, um hinterher so ein Ergebnis abzuliefern.

André Brunsveld von der HouseKeeper-Posse ist einer von ihnen. Sein Floor ist von Anfang an einer der Institutionen für Houseliebhaber. In diesem Jahr sorgten u.a. Lifekiss & Hoover, Jean Elan und Chris Fable wieder für endlose „Hands Ups“.

Die Mixery-Mainstage kann man nicht verfehlen. Irgendetwas scheint in der Luft zu liegen, dass sich hier selbst die größten Streithähne wieder in den Armen liegen, bei Sets von u.a. Felix Kröcher, Moguai, ATB und Klaudia Gawlas.

Auf dem Berg dahinter hat man den besten Ausblick und wird sich erst einmal über die Weitläufigkeit des Geländes bewusst.

Danach ging es zum HEXENHOUSE & iM1-Floor mit einer Mischung aus Residents und Newcomern. In diesem Moment lieferte Urgestein Da Hool ein Klassik-Set ab, bei dem die Crowd komplett ausrastete.

Wieder oben angekommen auf dem virtualnights pres. WePLAY & Loft Gallery Floor, spielte Stefan Dabruck der herabsinkenden Sonne entgegen. Der krönende Abschluss war eine Sauerstoff-Dusche für die Menge. Um Punkt 22 Uhr war überall zeitgleich „Schicht im Schacht“.

Für uns ging es weiter ins benachbarte Mülheim zu einer der 20 offiziellen After-Parties. Die Loft Gallery wurde in dieser Nacht zum WePLAY-Loft. Hier mischten sich Ladies auf High Heels mit den übrig gebliebenen Ruhr in Love Besuchern. Passend hierzu feierte man noch ausgelassen zu Mainstream.

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157634429043402

Weitere Bilder von Karl`Technopixel`Boos: http://bawue.partysan.net/clublife/erste-fotos-ruhr-in-love-2013/

Mayday New Euphoria 2007

2 Mai

Auch dieses Jahr schallten pünktlich zum Tanz in den Mai, die „Mayday. Mayday“-Rufe bei Members Of Mayday aus den Westfalenhallen. Dieses Jahr allerdings in Ophut einer neuen Besetzung: I-Motion, die Veranstalter von Ruhr In Love & Nature One nahmen das Zepter in die Hand und lockten rund 20.000 Gäste und viele Raver nach Dortmund.

„Alles neu macht der Mai“, so hätte auch das Motto des Konzeptes sein können, denn die Flooraufteilung war komplett anders als die Jahre zuvor. 70 DJs und Live-Acts sorgten 15 Stunden lang für feinsten elektronischen Sound für Jedermann.

Ob Sven Väth oder Speedy J Live im „Empire“, Alexander Kowalski Live , WestBam oder Armin Van Buuren in der großen Mainarea „Arena“ oder The Disco Boys im groovigen „Casino“, die grobe Musikrichtung war vorgegeben, da durfte jeder selbst entscheiden, wo er feiert.

Auch gaben Lokal-Heroes wie Ante Perry ihre Sets zum Besten, die dieses Jahr allerdings länger waren als früher. Allgemeiner Treffpunkt war das Plaza, mit Acid Wars Floor, Hardcore Gladiators und Housekeeper. Um 9 Uhr morgens war dann der Mayday-Zauber vorbei und der 1. Mai gekommen.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Ruhr In Love – Schmetterlinge im Bauch

21 Jun

RLRIL1RLRIL2RLRILBilder(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Ruhr In Love – Gigolo – Partysan NRW 08/04

20 Jul

PS_RIL_Review(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)