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Strahlende Gesichter beim DOCKLANDS Festival 2018 – Interview mit Thomas Pieper

8 Jun

cofSeit Wochen und Monaten wird gehämmert, gewerkelt, aufgebaut und dekoriert rund um das Hawerkampgelände in Münster. Denn hier entsteht etwas ganz Großes. Das DOCKLANDS Festival 2018. Vom 09. auf den 10. Juni darf hier wieder day & night mit 100 Artists geravt werden. Veranstalter Thomas Pieper selbst reibt sich zwischendurch die Augen. So ein gigantisches Ausmaß hat das DOCKLANDS in den letzten Jahren entwickelt! Eines der Herzstücke ist der neu gebaute Beach. Letztes Jahr noch lag der Coconut Beach am Hafen. In diesem Sommer entspringt der Treffpunkt der Sonnenanbeter am Stadthafen zwei. Hier wurde bereits das neue TakaTuka gefeiert. Was genau hat das mit dem DOCKLANDS zu tun?!

­­­­­­­­­­­­­­­­­Nacht | Hell hat sich Thomas Pieper zur Seite genommen. Wir wollen mehr wissen!

Hey Thomas, danke, dass du dir in der heißen Phase Zeit für dieses Interview nimmst. Auf dem letzten DOCKLANDS habt ihr auf der neuen Canal-Stage richtig aufgefahren, mit Stephan Bodzin, Oliver Koletzki uvm. Wo befindet sich die Stage dieses Jahr? 

Thomas Pieper: Direkt am alten, seit Jahren vergessenen Stadthafen 2, entlang des Hafenbeckens und mit Blick in den Sonnenuntergang!

Leider musste der Coconut Beach – aufgrund baulicher Maßnahmen – seinem alten Platz weichen. Glücklicherweise habt ihr einen neuen Bereich gefunden und es ist ein ganzes Beach Village entstanden. Welche Rolle spielt die Area bei dem Festival?IMG_20180525_134108.jpg 

Thomas Pieper: Genau dort ist ab sofort die Canal-Stage und ohne uns zu viel selbst zu loben, muss ich doch feststellen, dass ich selten einen so schönen zweiten Floor auf einem Festival gesehen habe. Die Bühne ist im Südsee Tiki Stil gebaut, die Raver tanzen in Tonnen von Sand, direkt daneben das alte Hafenbecken und eingehaust wird das Ganze von Bars in Naturholzhütten, einem kleinen Pool und Palmen. 

Als weitere Neuerung im letzten Jahr sind uns die Visuals auf der Mainstage in bleibender Erinnerung. Knüpft ihr da wieder an? 

Thomas Pieper: Absolut. Notch 3D ist auch dieses Jahr wieder ein wichtiges Thema. Unser Sound ist elektronischer Underground und die Visuals zur Musik spielen auf der Mainstage eine wichtige Rolle. Wir haben Kameras installiert, die in Echtzeit z.B. auf die Künstler zugreifen können und diese komplett in eine eigene visuelle Welt beamen können. 

Die Vorfreude ist riesig. Welche Künstler gehören mittlerweile einfach dazu? 

Thomas Pieper: Vor allem meine ganzen alten Homies, mit denen ich seit zig Jahren ein inniges Verhältnis führe und mit denen, auch wenn man sich oft nur zwei/dreimal im Jahr sieht, so etwas wie Freundschaft entstanden ist. Dazu gehören Aka Aka feat. Thalstroem, Andhim, Claptone, Dominik Eulberg, Magdalena, Moonbootica, Oliver Koletzki, Westbam und so einige mehr!

 Und welche großen Acts sind neu dabei? 

Thomas Pieper: Einige, um genau zu sein so viele wie noch nie. Erst das zweite Mal ist Stephan Bodzin dabei, der uns im letzten Jahr auf der Canal-Stage so weggeflasht hat, dass einfach alles nach einer Wiederholung auf der Mainstage schrie. Neu und das erste Mal dabei sind dann noch so großartige Acts wie Pan Pot, Modeselektor, Charlotte de Witte, Butch, DJ Tennis, Kollektiv Turmstrasse u.v.m. 

DL18PressReneMeier3Aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre. Was habt ihr weiter verfeinert, um den Gästen ein möglichst entspanntes Feiern zu ermöglichen? 

Thomas Pieper: Eigentlich war schon in den letzten Jahren vieles rund, aber natürlich gibt es immer Stellschrauben an denen wir drehen. z.B. kostet das Wasser in diesem Jahr nur 1€, wir haben Locker Boxen, Hoteldeals, zwei neue V.I.P. Tribünen u.v.m. 

Wie bereitest du dich persönlich auf das DOCKLANDS Festival vor? Es ist sicher wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren…. 

Thomas Pieper: Da hast du wohl recht! Trotz meiner langen Erfahrung als Veranstalter und Gastronom bin ich jedes Mal ganz schön aufgeregt. Daher gibt es vorher immer das gleiche Ritual bei mir. Ich gehe zeitig ins Bett, stehe früh auf, mache ausgiebig Sport um den Kopf freizukriegen und nochmal alles Revue passieren zu lassen, dann esse ich was Leichtes und fahre zum Festivalgelände. Meistens so zwei Stunden vor Eröffnung. Hier gehe ich mit meinem Team nochmal alles durch, öffne die Schleusen und freue mich auf ein grandioses Festival mit viel positiver Energie! 

Gibt es noch etwas, was du den Besuchern mit auf den Weg geben möchtest? 

Thomas Pieper: Unbedingt! Ich möchte mich im Namen meines gesamten Teams vor allem für die mittlerweile neun Jahre währende Unterstützung bedanken und für die vielen positiven Kommentare, die jedes Jahr kommen. Wir sind innerhalb der Dockland GmbH ein ganz kleines Team mit unglaublich viel Leidenschaft für ehrliche elektronische Musik und wir arbeiten tatsächlich ein Jahr lang auf das DOCKLANDS Festival hin. Da gibt es nichts Schöneres, als euch mit einem Strahlen im Gesicht auf das Festivalgelände kommen zu sehen! 

Wir freuen uns über die offenen Worte. Bis zum 09.06.! Sonnenfrau

Kleinlaut und großherzig – Interview zum 3. Geburtstag mit Teenage Mutants & Rob Me

19 Feb

IMG_5395Ein kleiner Vogel trällert aus vollem Hals. Ein goldener Partyhut trohnt auf seinem Kopf. Eine riesige Sprechblase kündigt 3 Jahre Kleinlaut am 17. Februar 2018 an. Ansonsten ist der Flyer schlicht in schwarz/ weiß gehalten. Die Acts des Geschehens sprechen im Gegensatz dazu eine große Sprache: Teenage Mutants (Stil vor Talent) aus Mainz, Rob Me (WEIDENDAMM) aus Hannover, Urgestein Lars Nielsen aus Münster (für Uemit Novalis) und natürlich die Jungs von Kleinlaut himself Neuhausen & Huelsing und Jason. Austragungsort für dieses Spektakel ist das Favela auf dem Hawerkampgelände. Der Club steht für urbanen elektronischen Wildstyle. Hier wird gerne richtig lange gefeiert. Für uns bis jetzt der After-Hour-Laden mit einem fantastischen Blick, wenn die Sonne aufgeht. Kleinlaut hat diese Location seit einem Jahr für sich entdeckt und hier nach eigener Aussage „sechs richtig krasse Raves“ gefeiert.

Davon wollte sich Nacht | Hell zu dem Dreijährigen auch ein Bild machen. Wir kennen Pascal und Jannik aus dem Vogel in Osnabrück. Hier spielen die Jungs aus Rheine in regelmäßigen Abständen als DJ-Duo „Neuhausen & Huelsing“ ihren typischen Kleinlaut-Sound. Der musikalische Einfluss ist ganz klar inspiriert von großen Underground-Acts. Daher wundert es uns nicht, dass sie sich und ihren Fans zu ihrem Geburtstag Künstler aus dem Hause Stil vor Talent eingeladen haben. Der dritte im Bunde, Jason, ist auch DJ und der organisatorische Kopf der Kleinlaut-Mannschaft. Er wohnt in Münster und hält die Fäden zusammen. ___________________________________________________________________________

Es ist kurz nach vier Uhr nachts. Wir haben schon erlebnisreiche Stunden hinter uns. Um Mitternacht hat Lars Nielsen die Decks des Favelas eröffnet. Ursprünglich sollte Uemit Novalis spielen. Lars kennt die Kleinlaut-Crew von gemeinsamen Gigs und Feiern und ist mehr als ein bekanntes Gesicht. Er ist gern eingesprungen und lieferte ein motiviertes Warm-Up.

Um zwei war Rob Me an der Reihe. Der große Mann aus Hannover ist nicht zu übersehen. Er ist Booker vom WEIDENDAMM. Der Club ist gerade erst von den Lesern des Faze Magazins zum zweitbesten Electro-Clubs Deutschlands gewählt worden. Die Freude darüber stand ihm im Gesicht geschrieben. Roberts Sound war gefühlvoll gewählt und bildete schnell eine herzliche Verbindung zu der Crowd.

Vor ein paar Minuten hat dann der Mainact der Nacht, die Teenage Mutants (Stil vor Talent) das Steuer übernommen. Die Tanzfläche ist voll und die Leute rasten aus. Christian und Paco aus Mainz sind das erste Mal in Münster. Ihr Künstlername ist inspiriert von den Ninja Turtles. In den letzten Monaten haben sie – laut Kleinlaut – ein Hammer-Release nach dem anderen rausgehauen und sich so Gehör verschafft.

IMG_5348Wir befinden uns im Backstage des Favela. Auch hier geht es hoch her. Zwischen lautem Getöse, viel Action und noch mehr Feierleuten haben wir uns in eine Ecke verzogen. Jason, Pascal und Jannik stellen sich unseren Fragen:

Wie ist der Veranstaltungsname Kleinlaut entstanden?

Pascal: Wir haben uns vor drei Jahren zusammengetan und Parties unter dem Namen KAMA „Kopf aus und Musik an“ veranstaltet. Allerdings dachten wir nach relativ schneller Zeit, da muss etwas anderes her. Dank kreativer Köpfe sind wir dann auf den Namen Kleinlaut gekommen.

Wie habt ihr zwei (Neuhausen & Huesling) euch gefunden?

Jannik: Wir haben uns beim Open Air Freie Vögel das erste Mal getroffen. Obwohl wir beide aus Rheine kommen, haben wir uns in Osnabrück kennengelernt. Genauer gesagt, war es im Auto von Frank Schürmann (Anmerkung der Redaktion: DJ-Fahrer aus Osnabrück) auf dem Hinweg zur Veranstaltung. Wie das in der Szene so ist, der eine, kennt den anderen, so sind wir uns begegnet.

Wann kamst du – Jason – ins Spiel?

Jason: Pascal kenne ich schon recht lange. Aber so richtig intensiv wurde es erst durch Kleinlaut vor drei Jahren. Jannik kam dann vor eineinhalb Jahren dazu.

Pascal: Wir haben uns durch Zufall zusammengetan. Im Roxy in Rheine wollten wir einen Rave starten, als Kontrast zu dem, was da sonst so läuft. Jason hatte die Connections nach Münster und dafür gesorgt, dass wir im Favela Parties auf die Beine stellen können.

Wie kam die Verbindung Osnabrück und Münster zustande?

Jason: Ich habe angefangen, hier am Hawerkamp auf die ersten Raves zu gehen. Dadurch wurde ich inspiriert, auch mal selbst etwas in die Richtung zu starten. Das Kleinlaut-Konzept hat Alexis vom Favela relativ schnell überzeugt. Pascal wiederum ist gerne im Vogel in Osnabrück feiern gegangen, hat dort die Verantwortlichen kennengelernt und es ist eine Freundschaft entstanden. Louis Dinkgrefe (Vogel) hat dann auch auf der ersten Kleinlaut aufgelegt und war dann mit der ganzen Bande in Münster.

Pascal: Der Unterschied zu Osnabrück und Münster ist für uns, dass es in Osna familiärer und intimer zugeht. Das Publikum dort ist sehr offen. In Münster ist die größere Crowd, auch vom Einzugsgebiet her. Der Hawerkamp ist schließlich eine bekannte Adresse zum Feiern!

Was könnt ihr noch lernen?

Jason: Wir wollen anfangen zu produzieren und haben auch schon unsere ersten Gehversuche gewagt. Es ist aber noch nicht so weit, um es zu veröffentlichen.

Jannik: Wir haben für uns schon viel erreicht. Eine logische Konsequenz ist die Eigenproduktion von Musik. Pascal und ich sind fleißig dabei und üben.

Warum habt ihr euch heute ausgerechnet für die Stil vor Talent Jungs – Teenage Mutants – entschieden?

Pascal: Wir mögen das Label halt und die Leute stehen drauf. Jeder kennt Oliver Koletzki. Zu unserem Geburtstag wollten wir richtig einen raushauen.

Eine weitere Bereicherung in dieser Nacht ist Rob Me. Woher habt ihr den Anknüpfungspunkt?

IMG_5381Pascal: Robert gehört auch mittlerweile mit zur Vogel-Familie. Dort haben wir öfters zusammen gefeiert. Wir waren direkt auf einer Wellenlänge! Dann sollte er auch unbedingt für uns spielen. 

Wann sind eure nächsten Termine?

Jannik und Pascal: Ein gemeinsames Event mit Authentisch am 24.03.2018 im Fusion, Münster mit Jay Lumen und Egbert live. Danach am 21.04.2018 wieder im Favela mit Vanessa Sukowski, Felix Bøttcher und Kai Lorenzen. Und es wird noch eine Kleinlaut mit Künstlern von Stil vor Talent geben. Mehr verraten wir noch nicht. Gerade im Sommer funktionieren die Parties aber auch super mit den Locals. Eine Kleinlaut mit Louis Dinkgrefe und Steve Stix war bestbesucht und unsere zweiterfolgreichste Veranstaltung.

Das nacht-helle Fazit: Wir finden, die Jungs sind auf dem richtigen Weg. Die Kombination „Kleinlaut und großherzig“, gibt es nicht oft. Bitte beibehalten und bis zum nächsten Rave!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsmfF9cRZ