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Papierschnipselregen beim DOCKLANDS Festival 2016

31 Mai

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Papierschnipsel und Luftschlangen regnen am Samstag, 28.05.2016 vom Himmel. Bis auf zwei  Schauer bleibt es in Münster trocken. Kein stundenlanger Guss wie angekündigt. Das hat sich das DOCKLANDS verdient. Nach monatelanger Vorbereitungszeit meldet das Day & Night-Festival kurz vorher wieder „ausverkauft“. Die Leute vertrauen auf das angekündigte Line-Up.

Ab 11.30 Uhr startet der Einlass für maximal 12.000 Besucher. Wie im letzten Jahr erprobt eröffnen IN.DEED die Mainstage. Bereits um 13 Uhr steht das Berliner Duo Niconé & Sascha Braemer im Sonnenschein auf der Bühne, gefolgt vom Natur- & Tierfreund Dominik Eulberg.

Das dritte DOCKLANDS trumpft mit 90 Künstlern, 15 Club-Floors und einer zweiten Open Air Bühne auf.

IMG_8858Am anderen Ende des Geländes begrüßt Smirnoff im Sound Collective Camp die Münsteraner Cutmaster Jay & Khetama, ZOKA und Philipp Frey. Früher oder später stolpern alle am roten Musiktruck vorbei, liegt er doch direkt neben den Dixies. Mobilee-Chefin Anja Schneider bringt Newcomer Kevin Over mit. Aka Aka feat. Thalstroem rocken erst live die Mainstage und wechseln dann für ein DJ Set in Richtung Vodka.

Insgesamt kann 24 Stunden und mehr gefeiert werden. Da ist ab und zu Power-Chillen angesagt oder eine kalte Dusche mit dem Wasserschlauch in der ersten Reihe.

Ich bin überrascht von KiNK, den ich zum ersten Mal live höre. Wie es so oft ist, wenn man sich auf etwas einlässt, ganz ohne Erwartungen.

Der Mann mit der Maske Claptone, oder besser gesagt der „CRO der elektronischen Musik“ läutet die Abendstunden ein.

Einige Künstler, die tagsüber spielen, wie Moonbootica und Monika Kruse, bleiben in Münster, um die Nacht zum Tag zu machen.

Nach den letzten Claps kommt der Einzige mit einer Playtime von zwei Stunden: Headliner Solomun verströmt ab 20 Uhr Ibiza-Feeling mit Klassikern, wie „Bring it back“ von Moloko im Mix mit Donna Summer´s „I feel love“. Kein Wunder, dass der Diynamic-Mann eine eigene Dependance im Pacha hat.

Alles hat ein Ende, nur das DOCKLANDS hat mehr und noch die ganze Nacht vor sich.

IMG_8915Wer die Wahl hat, hat die Qual. Für uns geht es gezielt ins Fusion zum Monoparker Steve Stix und Sascha Braemer, der hier bereits einen Stammplatz hat.

Gerne hätten wir Mäuschen gespielt bei George Morel am Coconut Beach, Oliver Schories im Heaven und bei Acid Wars in der Sputnik Halle. Die Feiermeute verteilt sich auf die Clubs am Hafen und dem Hawerkamp. Neu hinzugekommen ist das AMP, u.a. mit A.N.A.L.

Lange Schlangen bilden sich, viele wollen „bei der Moni“ sein, wenn das Fusion dank Frau Kruse, zur Techno-Höhle mutiert.

Nacht | Hell macht noch nen Schlenker zu Dirty Doering – lost in music im Conny Kramer. Hier ist es so heiß, dass es von der Decke tropft. Und plötzlich ist er da -> der DOCKLANDS-Regen.

Sonnenfrau

Videos:

Solomun (Day): https://youtu.be/vsz-5xnJ2Is

Sascha Braemer (Night): https://youtu.be/1Q7srFr1kA0

DOCKLANDS – Tag und Nacht

14 Jun

„Sweet dreams are made of this, who am I to disagree, I travel the world and the seven seas, everybody’s looking for something…“ Boys Noize letzter Mix und die bekannten Textzeilen von Eurythmics klingen noch in unseren Ohren, gefolgt vom tosenden Beifall. Der Tag der DOCKLANDS neigt sich pünktlich um 22 Uhr dem Ende zu. Das war eine krasse Zusammenstellung, die der gute alte Kid Alex dargeboten hat, abgefeuert mit bunten Glitzerschnipseln. Was am Samstag, 13.06.2015 auf der Open Air Arena am Hawerkampgelände bereits geschah:

Nach heftigen Regenschauern am Morgen eröffneten um 13 Uhr die Kitballer IN.DEED das Day & Night Festival, gefolgt von Oliver Koletzki. Der Stil vor Talent-Macher gehört zu den gern gesehenen Gästen in Münster und spielt hier mehr als regelmäßig.

Zu den Klängen von ANDHIM groovte sich die Sonne endgültig ein und blieb, bis zum späten Abend. Tausende Jungs & Mädels hatten sich vor der riesigen Bühne versammelt, um den (Uni-) Alltag zu vergessen und so richtig aus sich rauszugehen. Auf überdimensionalen Bannern tummelten sich die DOCKLANDS-Figürchen. Wer genau hinschaute fand sich selbst auch wieder.

Alle, die spontan und spät auf das Gelände wollten, hatten Pech. Bereits am Freitag verkündete der Veranstalter „Sold Out“. Glück für diejenigen, die brav ein ausgedrucktes Ticket und Geduld beim Einlass vorweisen konnten. Dann hieß es für 20 Stunden: Love, Peace, Harmony & Music.

Am frühen Abend wurden die Leute erst vom Berliner Dixon musikalisch belohnt, gefolgt von einem Live-Set von Âme, auch kein unbeschriebenes Blatt in Münster.

Die Nacht der DOCKLANDS ging auf zwölf Floors mit insgseamt 70 Künstlern weiter. Ob Deep-/ House, Elektro, Techno, Acid… man musste nur noch auswählen. Das taten wir auch und entschieden uns gegen Clubhopping und für gezielte Clubbesuche, entspannt, aber zielstrebig.

Vorbei an Damen in Roben und Anzugsträgern, die gerade ihren Abiball in der Halle Münsterland feierten, war unsere erste Station das traditionelle Jovel. Wie passend, spielten hier zwei Münsteraner Urgesteine den Beginn: Cutmaster Jay & Khetama.

Wie in Trance folgten wir dann der langen Straße zum Hawerkamp, schon immer hatte das Fusion eine starke Anziehungskraft auf mich. Warum sollte ich mich dieser heute widersetzen?!

Monoparker Steve Stix hatte dort die Zügel in der Hand und freute sich selbst, wie ein kleines Kind, auf „seine“ Artists: Eine Prise What I Play, angehaucht mit Stil vor Talent. Oder besser gesagt: Sascha Braemer, gefolgt von Oliver Koletzki und Niko Schwind.

Heiß war es, als Sascha Bramer Caje -seinen gemeinsamen Hit mit Niconé- abfeuerte. Ein beliebter Klassiker und für Sascha selbst wohl immer noch etwas, was ihm viel gibt. Diese Nacht sollte nicht dazu dienen, sein neues Album „No Home“ zu promoten, sondern für das Publikum und den Moment da zu sein. Mit Handschlag übergab der eine an den anderen Berliner: Oliver Koletzki.

Oliver wirkte, als ob er sich eine eigene Fusion-Maske aufgesetzt hatte: Er spielte für seine Verhältnisse außergewöhnlich hart und zackig. Eine ganz neue Seite von Herrn Koletzki, die auch zu ihm passte und mir sehr gefiel. Stil vor Talent auf neuen Wegen?!

Niko Schwind machte geschwind weiter, der kraftvolle Sound wurde durch die Funktion One-Anlage noch weiter unterstützt. Mittlerweile waren die Temperaturen tropisch.

Zeit für eine kurze Abkühlung auf dem Weg zum Zwerghain ins Conny Kramer. Auch hier kochte der Saal mit dreckigen Klängen. Seit 2.30 Uhr stand Dirty Doering hinter den Reglern und das DJ-Pult entpuppte sich zum Stell-dich-ein & Treffpunkt der DJs, die bereits gespielt hatten und noch ein wenig abfeiern wollten, wie z.B. Moonbootica.

Obwohl es für Oliver Koletzki bereits am nächsten Morgen zum Stil vor Talent-Festival nach Hamburg ging und Sascha Braemer auf einem Open-Air in Bonn angekündigt war, ließen sie es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Da sind wir doch alle gleich: Geht es nicht darum, den Moment im Hier und Jetzt zu genießen. Unabhängig davon, was morgen ist?!

Sonnenfrau

 

 

 

 

 

 

20 Jahre Dockland – It´s all about House Music

2 Mrz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWenn sich Bad Boy Bill mal wieder in good old Germany blicken lässt, muss schon etwas Großes anstehen. Was passt da besser, als 20 Jahre Dockland in Münster zu feiern. Am Samstag, 28.02.2015, war es dann soweit: Für 10 Euro Eintritt im Vorverkauf gab es zwei Jahrzehnte Wahnsinn mit 13 DJs im Fusion und Conny Kramer.

Aufgewärmt von lockeren House-Sounds von den CREATIVE PRIMATES, besser bekannt als die Dockland-Legenden Cutmaster Jay & Khetama, fieberten alle dem Auftritt von Bad Boy Bill entgegen.

Lange hatten wir Songs wie „Forever More“ von Moloko und „At Night“ von Shakedown nicht im Club gehört, doch in dieser Nacht war das Motto: „It´s all about House Music“.

Als die Legende aus Chicago sein Old-School-Feuerwerk mit den berühmten Lyrics abfeuerte, wusste jeder, wohin die Reise führt: „In the beginning, there was Jack, and Jack had a groove, and from this groove came the groove of all grooves, and while one day viciously throwing down on his box, Jack boldy declared, let there be house and house music was born.“

Das Münsteraner Publikum – von Leuten mit Skateboard auf der Tanzfläche bis hin zu Ladies, die mal wieder so richtig abfeiern wollten – liebten die Message. Veranstalter Thomas Pieper kam in dieser Nacht standesgemäß im Smoking.

Nebenan in der Fusion Box wurde im intimeren Rahmen zu dem Sound von Luna Tom und Jon Asher getanzt. Da für mich das Fusion mit Techno verknüpft ist, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, um mich gedanklich ein paar Jahre zurück ins Dockland zu beamen. Die beiden Ps (Philipp & Patrick) von M.A.N.D.Y. waren dann die Glücklichen hinter den Decks in der Main-Area. Für den krönenden Abschluss war mal wieder Monoparker Steve Stix vorgesehen.

Für uns ging es dann nach nebenan ins gemütliche Conny Kramer. Ein Club, der sogar seiner Toilette liebevolle Namen wie „Herr und Frau Kramer“ gibt, kann nur sympathisch sein. IN.DEED alias P.A.C.O. & Nils Liebich (Kittball) hatten bereits live gespielt. Nun gab es den Dirty-Berlin-Sound von Katermukke-Mann Dirty Doering. Hier konnte man sich locker von dem unkomplizierten Sound treiben lassen.

Danach kam für uns die Überraschung dieser Nacht: Junge Junge. Die beiden Jungs kennt man seit vielen Jahren aus der Musik- und Gastroszene in NRW. Sie knüpften an Dirty Doering an und lieferten einen ebenso entspannten, wie treibenden Mix. Ihren Gig beendeten sie mit „Beautiful Girl“, ihrem neuen Release (Get Physical; Universal).

Der Name Dockland wird weiterhin gelebt: Schon im Sommer, am 13.06.2015, steht die nächste DOCKLANDS auf dem Hawerkampgelände an.

Tja, Legenden leben halt länger!

Sonnenfrau

Videos:

Bad Boy Bill: http://youtu.be/OfPSLw9Nd-s

Junge Junge: http://youtu.be/wYImAwxiasQ