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Ravende Radiohörer auf der zweiten RadioNation

29 Sep

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMannheim – die baden-württembergische Universitätsstadt ist bekannt für ihre Straßenquadrate, den Wasserturm als Wahrzeichen von „Mannem“ und einmal jährlich Anlaufpunkt für alle Anhänger der elektronischen Musik bei der Time Warp. Bis jetzt, denn seit letztem Jahr gibt es einen weiteren festen Termin, die RadioNation. Sunshine live, der Radiosender für die elektronische Musikkultur, hat einen neuen Rave ins Leben gerufen und damit einen jährlichen Treffpunkt für alle seine Hörer geschaffen. Dafür haben sich die Jungs und Mädels vom Radio auch 2014 wieder den organisationsstarken Partner I-Motion dazugeholt. Am Samstag, 27.09., startete bereits um 20 Uhr das Programm in der Maimarkthalle. Vom Einlass, über die Sicherheitsstandards bis hin zu den Ess- und Merchandiseständen, hier war deutlich zu erkennen, wer dahintersteckte. Wer einmal auf einer I-Motion-typischen Produktion, wie der Mayday, Ruhr in Love oder Nature One dabei war, weiß, wovon ich spreche. Im Eingangsbereich begrüßte das verlorengeglaubte sunshine live Baby die Gäste, allerdings gesichert hinter einem Zaun. Auf drei Floors wurde die Bandbreite von EDM, über House bis Techno abgedeckt. Der Raucherfloor, das Studio 1 mit Chico Chiquita, DJ Falk, Klubbingman, Stefan Dabruck, ATB, DBN, Woody van Eyden und Felix Kröcher. Im Studio 2 waren Fabian Ferox b2b Jackbell, DJ Hildegard, Faul, Tom Novy, Hanne & Lore, Stereo Express, Wishes & Dreams am Start und im 3. Studio Mixery spielten Peter Eilmes, Steffen Baumann, Raphael Dincsoy, Marco Bailey, DJ Emerson und Gary Beck. Auch an die Daheimgebliebenen wurde gedacht, so hat sunshine live abwechselnd von den drei Floors die ganze Nacht live übertragen. Das Sendestudio war der Mittelpunkt des Events, hier gab es DJ-Interviews und die Moderatoren live und in Farbe, bzw. das Gesicht zur Stimme aus dem Radio. Neu in diesem Jahr war die Möglichkeit für die 16- und 17-Jährigen die RadioNation mit einem Erziehungsberechtigten, bzw. einem „Muttizettel“ zu besuchen. Da wunderte es nicht, dass das Publikum so jung war wie niemals zuvor und schon relativ früh viel los war. Es herrschte Zurückhaltung bei den Nachwuchsravern, auch bei der Outfitwahl. Es gab zwar einige Mädels in bauchfreien Tops, die sich gerne fotografieren ließen und einen lustigen Typen im Tigerkostüm. Ein Appell an die Generation über 25: Runter vom Sofa und rein in den Rave, hier fehlte die bunte Mischung! Als Stefan Dabruck im Studio 1 den Robin Schulz Hit „Prayer in C“ von Lilly Wood & The Prick in seinem Remix abspielte, wurden die Hände in die Höhe gerissen. Auf dem härteren Mixery Floor pfefferte Raphael Dincsoy zwischendurch alte Techno-Klassiker ab. Die treuesten Fans schien in dieser Nacht allerdings ATB zu haben. Der Bochumer, der gerade von Ibiza zurückgekehrt war, wurde in der ersten Reihe mit Fahnen gefeiert. Wer von den 6.000 Besuchern nach dem fast 10-stündigen Rave noch kein Piepen im Ohr hatte, gab sich den Rest bei Felix Kröcher. Denn bei dem sunshine-live Aushängeschild läuft es immer weiter.

Sonnenfrau

Video:

Raphael Dincsoy: http://youtu.be/PZmUhzlS0O4

Familienzusammenführung im Olga Park

1 Jul

 

Bild 019Oberhausen, Olga Park, 29.06.2013, 16 Uhr: Sonnenschein und blauer Himmel. Die Wetterapp hielt, was sie versprach! Nach tagelangem Regen geschah ein kleines Wunder, wo drauf 46.000 Besucher und 400 DJs & Live Acts insgeheim gehofft hatten. Denn „so“ macht die Ruhr in Love richtig Spaß und bescherte einen neuen Besucherrekord.

Strahlende Gesichter begegneten mir, als ich den rappelvollen Olga Park nachmittags betrat. Mit Gummistiefeln gerüstet ging es auf die riesige Festivalwiese mit ihren 38 Bühnen.

Erster Stopp war der Kölner Club Reineke Fuchs zusammen mit „Lustig Wandern & LIKE“, Unterground-Feeling inmitten vom Kommerz.

Danach fand ich mich zwischen ROCK INC., Johnny Mauser & apeoffice mit pumpenden Electro- & House-Beats wieder, während nebenan die Fans der Hardcore-Gladiators bei sehr vielen BPM in den Boden stampften.

Genau das ist die Ruhr in Love! Eine Familienzusammenführung aller Stilrichtungen der elektronischen Musik. Es wird miteinander und nebeneinander friedlich gefeiert. Auch die anfangs nervigen Soundüberschneidungen gehören mittlerweile einfach dazu.

Es geht vielmehr darum, den Moment zu genießen. Nicht umsonst stecken diverse Agenturen, Magazine, Labels und Veranstalter seit Jahren so viel Herzblut in ihre Bühnen, nehmen den stressigen Aufbau und die Strapazen auf sich, um hinterher so ein Ergebnis abzuliefern.

André Brunsveld von der HouseKeeper-Posse ist einer von ihnen. Sein Floor ist von Anfang an einer der Institutionen für Houseliebhaber. In diesem Jahr sorgten u.a. Lifekiss & Hoover, Jean Elan und Chris Fable wieder für endlose „Hands Ups“.

Die Mixery-Mainstage kann man nicht verfehlen. Irgendetwas scheint in der Luft zu liegen, dass sich hier selbst die größten Streithähne wieder in den Armen liegen, bei Sets von u.a. Felix Kröcher, Moguai, ATB und Klaudia Gawlas.

Auf dem Berg dahinter hat man den besten Ausblick und wird sich erst einmal über die Weitläufigkeit des Geländes bewusst.

Danach ging es zum HEXENHOUSE & iM1-Floor mit einer Mischung aus Residents und Newcomern. In diesem Moment lieferte Urgestein Da Hool ein Klassik-Set ab, bei dem die Crowd komplett ausrastete.

Wieder oben angekommen auf dem virtualnights pres. WePLAY & Loft Gallery Floor, spielte Stefan Dabruck der herabsinkenden Sonne entgegen. Der krönende Abschluss war eine Sauerstoff-Dusche für die Menge. Um Punkt 22 Uhr war überall zeitgleich „Schicht im Schacht“.

Für uns ging es weiter ins benachbarte Mülheim zu einer der 20 offiziellen After-Parties. Die Loft Gallery wurde in dieser Nacht zum WePLAY-Loft. Hier mischten sich Ladies auf High Heels mit den übrig gebliebenen Ruhr in Love Besuchern. Passend hierzu feierte man noch ausgelassen zu Mainstream.

Sonnenfrau