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Elektronische Liebe im Wetter-Mix bei der Ruhr in Love 2014

6 Jul

OLYMPUS DIGITAL CAMERA11 Uhr, Samstag-vormittag, 05.07.2014, Dortmunder Haupt-bahnhof: Ungeduldige junge Leute stehen am Gleis und warten auf die Bahn Richtung Oberhausen, das Ziel ist die Ruhr in Love 2014. Während sich die Jungs mit Bier und Mukke in Stimmung bringen, checken die Mädels noch einmal ihr Make-up und trinken ein Schlückchen Prosecco aus der Flasche. Viele nehmen das Angebot dankend an, denn die Fahrt mit den Regionalzügen im VRR-Verbund ist bereits im Eintrittspreis enthalten.

Dieses Jahr machte auch Nacht | Hell dieses Vor-Spektakel mit, obwohl die ganze Sache wohl eher einer Fahrt Richtung Ballermann glich und wir dann froh waren, den Olgapark zu erreichen. Seit einer halbe Stunde war das Open Air bereits in vollem Gang. Ein heftiger Regenschauer trieb die Leute zuallererst zu den Merchandiseständen, um sich mit Regenponchos auszustatten.

Auf der neon-dekorierten Mixery-Stage tobten bereits die 2Elements. Die beiden erfahrenen Mädels verstehen es, auf das Publikum einzugehen bzw. mit ihnen zu spielen und hatten sichtlich Spaß dabei.

Um 13.30 Uhr startete dann der Nummer-1-Macher Robin Schulz. „Waves“ und „Prayer in C“ wurden lauthals mitgesungen. Da die Hits täglich mehrmals im Radio laufen, haben die Meisten die Texte intus. Bei „Willst du“ gab es für Robin keinen Halt mehr: Er sprang auf den Tisch und bespritze die Menge mit seinem Moet & Chandon-Champagner und ließ so einige daran teilhaben.

Direkt danach ging es für Robin zu seinem Label, bzw. zu dem WePLAY & Loft-Gallery-Floor pres. by virtual nights, dort wurde er schon sehnsüchtig erwartet. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und der Floor mit einem der besten Ausblicke über das Gelände, platzte aus allen Nähten.

Abgelöst wurde er dann von seinen Osnabrücker Kollegen Stil & Bense, die teilweise mit einer Gitarre performten. Das war etwas anderes und ein nicht gewöhnlicher Anblick hier.

Bei der Ruhr in Love hat jeder die Qual der Wahl, 2014 präsentierten sich erstmals 40 Floors, viele an der gewohnten Stelle. Wir entschieden uns dieses Jahr dagegen, von einem zum nächsten Floor zu hetzen.

WePLAY-Mitarbeiterin DJane NIC machte nicht nur hinterm DJ-Pult eine gute Figur, sondern verteilte auch fleißig T-Shirts, Hüte usw. in der ersten Reihe. Neben Kid Chris, war auch der Franzose Faul mit von der Partie und durfte nicht fehlen.

Danach besuchten wir unsere langjährigen Freunde von Hexenhouse und Housekeeper, die ihre Floors praktischerweise wieder direkt nebeneinander hatten. Da Hool ist eine Institution bei den Hexenhousern und wird mit „I love“-Stickern von den Leuten seit vielen Jahren (damals noch als DJ Hooligan) gefeiert. Nebenan hatten gerade die Jungs von Lifekiss & Hoover ihr Set bei den Housekeepern beendet

Jetzt war es Zeit für Techno auf dem Open Air Floor, bzw. für das Brett von Klaudia Gawlas, gefolgt von Torsten Kanzler. Ein krönender harter Abschluss.

Nicht ganz: Wieder oben auf dem Hügel angekommen, gingen gerade die drei festivalerfahrenen Jungs von DBN noch einmal so richtig ab. In Gummistiefeln feuerte Tobias die Kaltluftpistole ab.

Danach folgten housige, angenehme Klänge von Phil Fuldner, hier ließen wir die diesjährige Ruhr in Love in den letzten Sonnenstrahlen ausklingen.

Vielen Clubs hatten noch zu diversen Afterparties eingeladen.

Unser Tag sollte so enden, wie er begonnen hat und so vervollständigten wir unser Experiment und traten die Rückreise mit der Bahn an. Der Ablauf im Bahnhofsgelände verlief reibungslos, doch im Zug fingen ein paar Betrunkene eine sinnlose Schlägerei an, aus scheinbar lapidaren Gründen. Diese Leute haben nicht verstanden worum es geht und dieses Verhalten passt so gar nicht zu dem, für was die elektronische Musikszene steht!

Insgesamt haben 46.000 Besucher auf der Ruhr in Love friedlich ihre Liebe zur Musik ausgelebt und im Wetter-Mix gefeiert.

Sonnenfrau

Videos:

2Elements: http://youtu.be/CIWO2_WLNjk

Stil & Bense: http://youtu.be/K32ZR1KwfIk

Klaudia Gawlas: http://youtu.be/eUCTLciu4ZU

DBN: http://youtu.be/7kex0zYYPE8

WePLAY, Loft-Gallery-Floor by Karl Technopixel Boos: http://youtu.be/FB0hP5VwHw8

 

 

 

 

 

DJ-Meeting mit Produzententreff

27 Jun

1009759_10201608061028409_2003844602_n[1]23 Jahre, was für eine stolze Zahl! Nachdem früher Discotheken wie die Turbinenhalle in Oberhausen, das Delta in Duisburg und das Prisma in Dortmund als Veranstaltungslocation dienten, wurde 2013 bereits zum zweiten Mal, das Kongresszentrum der Westfalenhallen ausgewählt.

In dieser neuen Konstellation hat sich einiges geändert: Am Dienstag, 25. Juni, öffneten sich bereits um 14 Uhr die Tore für Jedermann. Während der Fachbesucher früher nachweisen musste, beruflich regelmäßig in der Szene aktiv zu sein, ob als DJ, Clubbesitzer oder Labelinhaber, waren jetzt Musikinteressierte ohne Altersbeschränkung beim DJ & Producer Meeting willkommen.

Dieses Jahr wurde die Messe zusätzlich um das Segment „Producer“ erweitert. Veranstalter Caba Kroll erkannte den Trend, dass immer mehr DJs auch gleichzeitig produzieren wollen.

Im Goldsaal präsentierten Technikfirmen, wie u.a. Reloop, Denon und KORG ihren neuesten Stuff, während sich im Raum nebenan Medienpartner, wie sunshine live und SMAG, etc. zeigten.

Neben ein paar Schülern und Studenten, die es einrichten konnten auf einem Dienstagnachmittag vorbeizuschauen, traf man doch größtenteils die „altbekannten Hasen“.

Im Foyer wurden die guten alten Vinyls aufgelebt, unter dem Motto „Rettet das Vinyl“ gab es einige Raritäten zu erwerben.

Schon um 15 Uhr starteten die Workshops in fünf Sälen. Gabi Banfield, Inhaberin der ruhrstadtAGENTUR Com4, referierte über „Social Media For Artists“, das Thema bekam großen Zuspruch, die späten Teilnehmer ergatterten nur noch einen Stehplatz. Still wurde es, als Gabi zu den No Go´s bei Facebook, etc. kam. Ob sich jeder daran hielt?!

Jörg Stachowiak erklärte mit Andreas Schneider und Dr. Modular „analoge Klangerzeugung“, wie Musik mit einem Modularsystem fabriziert wird.

Begehrt war der Treff „Get Your Record Deal“, hier konnten junge Produzenten ihre Tracks direkt den A & Rs, vorspielen. Stefan Dabruck und Frank Klein von WePLAY nahmen sich viel Zeit für ein direktes Feedback, mit dabei waren auch Labels, wie Kontor, Embassy One, Armada, uvm. Ob wohl jemand direkt einen Plattenvertrag bekommen hat?

Ohne Dr. Motte gestaltete sich der Gema-Talk eher etwas eintönig und unspektakulär.

Leider gab es auch dieses Jahr keine direkte Aftershowparty. Pioneer hatte direkt im Eingangsbereich einen großen LKW mit reichlich DJ-Equipment aufgefahren. Hier hat der harte Kern bei 12 Grad das DJ & Producer Meeting bei dem ein oder anderen Drink ausklingen lassen.

Sonnenfrau

 

Über 3.000 Festivalbesucher beim Lausbuben Open Air

10 Jun

975611_10201468934670337_1440259336_n In Damme wurde der Vogel abgeschossen – Die Osnabrücker Veranstalter Daniel Bruns und Christopher Noble haben sich, neben regelmäßigen Events im Club Kuckuck an der Neulandstraße, elektronische Musikevents unter freiem Himmel zum Steckenpferd gemacht. 2012 unter „Freie Vögel“ gestartet, fördert das Konzept regionale Newcomer und soll mit etablierten Künstlern ein breites Publikum ansprechen.

Eine neue Location im Grünen wurde gefunden und passte perfekt ins Bild: Der Flugplatz in Damme. Von Osnabrück wurde auch ein Busshuttle organisiert. So startete am Samstag, 08. Juni 2013 um 12 Uhr, das Lausbuben Open Air Festival bei strahlendem Sonnenschein. Um 14 Uhr erwartete uns eine lange Schlange vor dem Eingang. Nach einer sorgfältigen Taschenkontrolle ging es auf´s Festivalgelände, dort lag ein Hauch von „Love, Peace & Happiness“ in der Luft.

Gleich zu Anfang ist uns die entspannte Atmosphäre, sowohl an den Toiletten- als auch den Getränkeständen aufgefallen. Von anderen Open-Airs sind wir eher Dixie-Klos und Getränkebons gewohnt. Auch an Fressalien wurde gedacht, einem chilligen Samstag gepaart mit guten Klängen stand also nichts mehr im Weg! Viele Besucher hatten sich detailgetreu auf diesen sonnigen Tag vorbereitet, ausgestattet mit Decken und luftigen Outfits.

Nach den Osnabrücker Locals Ryan Stephens und Intensive trat Niconé, besser bekannt als die eine Hälfte von Lexy & K-Paul, hinter die Turntables. Damit war unser Relaxen vorbei. Im Konfetti- und Seifenblasenregen tanzten wir ausgelassen zum frischen Berliner Sound von Lexy aka Niconé. Dann folgte der Headliner AKA AKA feat THALSTROEM live, die zum Publikums Liebling avancierten. Sehr speziell diese Trompetenklänge, wie so vieles im Musikbereich – Geschmackssache! Der breiten Masse gefiel´s offensichtlich richtig gut und wurden dafür mit einer Sektdusche belohnt.

Wer bis dahin noch keinen Sonnenbrand hatte, hatte spätestens jetzt einen. Im Anschluss gaben LEXER aus Leipzig, gefolgt von Falscher Hase, ihre Sets mit einer gewissen Spitzbübigkeit zum Besten. Den Vogel abgeschossen hatte allerdings der Veranstalter selbst, Dansir spielte der herabsinkenden Sonne entgegen, sichtlich erleichtert und zufrieden. Kein Wunder bei der Resonanz!

Gegen 2 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zur offiziellen After-Show-Party im Kuckuck. Dort trudelten die Gäste sehr spät ein. STIL & BENSE, die z.Zt. mit „What I say“ auf Platz 17 in den Deutschen Club Charts toben, holten noch mal das Letzte aus den Leuten raus. Unterstützt wurden sie live von einem Saxophonisten. An nächsten Tag ging es für die beiden Jungs nach Frankfurt, sie spielten auf dem WePLAY-Floor beim WORLD MUSIC DOME.

Sonnenfrau

Videos:

Niconé http://youtu.be/l5gXufcIrD8

AKA AKA http://youtu.be/q5-g8AwLpKM