Tag Archives: takkyu ishino

Takkyu Ishino – Ein Japaner auf Abwegen

4 Aug
Vor seinem Set auf der Mayday haben wir uns mit Takkyu Ishino zu einem Interview getroffen, um ihm ein paar Fakts über ihn, Asiens Technoszene und sein neues Album zu entlocken.
 

Wie ist es für dich auf der Mayday zu spielen? Das ist immer toll für mich. Das ist die achte Mayday in Deutschland auf der ich spiele, bis jetzt war es immer super. Die Leute auf der Mayday sind immer sehr verrückt, das mag ich.

Was magst du am meisten, wenn du in Deutschland bist? Ich mag so viele Dinge an Deutschland, das ist schon sowas wie meine zweite Heimat. Deutschland ist so wichtig für die Technoszene, hier gibt es eine Geschichte über die elektronische Musik, wie in keinem anderen Land.

Wie ist die Technoszene in Japan? Jetzt endlich gut, wir haben viele Labels, viele Plattenläden… aber was uns fehlt sind die verrückten Raver. Trotzdem haben wir eine gute Technoszene in Japan.

Was ist der große Unterschied, wenn du in Europa oder in Asien auflegst? Der größte Unterschied sind die Leute. Speziell auf der Mayday sind Menschen, die du in Asien niemals zu Gesicht bekommst. Ich mag die Raver, die haben so viel Energie. In Asien lachen die Leute über die Kleidung usw., die können das nicht so ganz verstehen, aber ich mag das sehr.

Erzähl uns etwas über dein neues Album „Titles“ (Veröffentlichung: 07.06.2004)!
Letztes Jahr habe ich damit angefangen, es wurde mal wieder Zeit für Technomusik aus Japan. Ich habe versucht, alle Einflüsse aus Japan, England und Deutschland zu mischen.

Das erste Lied deines neuen Albums beginnt  mit den deutschen Wörtern: „Entschuldigung ich bin zu spät“, warum?
Mein letztes Album liegt 3 Jahre zurück. Danach habe ich mein neues Album produziert… aber es hat viel länger gedauert und so musste die Plattenfirma immer wieder das Releasedatum verschieben. Das ist der Grund warum ich sagen musste: „Entschuldigung, ich bin zu spät“.

Welche Bedeutung hat das Cover für dich? Ich habe das Bild von dem Bilderbuch „Japan Underground“ genommen. Das sieht richtig nach Techno aus, deswegen habe ich mich dafür entschieden.

(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)

Mayday 2004 Team X-Treme

2 Mai
Am Freitag, 30.04., ab 18 Uhr, hatte sich das Team X-treme, also die gesamte Techno-House-Electro-Trance-Nation der Republik und deren Anhänger, zum traditionellen Mayday-Tanz in den Mai in den Dortmunder Westfalenhallen versammelt. 16.000 laut Polizeiangaben, von uns geschätzte 20.000 Raver ,nahmen an dem größten Techno-Indoor-Spektakel der Welt teil. Mit dabei ein hochkarätiges Line-up von DJs und Live-Acts rund um die elektronische Musik aus der ganzen Welt.
Auf dem Mainfloor beeindruckte vor allem wie jedes Jahr die maydayspezifische Technik des Sound – und Lichtsystems, einzigartig! Von der House-Karotte angefangen, über den extra aus Tokyo eingeflogenen Takkyu Ishino, bis hin zu Paul van Dyk, hier konnte pausenlos gefeiert werden.
Eine Stunde nach Mitternacht traten um 1 Uhr die Members of Mayday auf die Bühne, da hieß es nur: Hände hoch und die Mayday-Hymen genießen, 20 Minuten Gänsehautfeeling pur. Im Showroom One beeindruckte Tillmann Uhrmacher mit einem gekonnten Mix aus alten und neuen Hits, gefolgt vom One & Only Tom Novy und u.a. dem Global-Player Timo Maas.
Im zweiten Floor ging es weniger populär, dafür aber mit viel Electro über die Bühne, mit Gunjah, Superpitcher und zur späteren Stunde auch Hardy Hard. Northern Lite rockten im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem Live-Set, hier wurde nicht geraved, sondern die langen Mähnen geschüttelt, Mayday mal anders.
Alle Berlin-Fans waren ab diesem Zeitpunkt in der Area one: erst Lexy & K-Paul und dann WestBam, Techno-Electro vom Feinsten. Gefolgt vom furchteinflößenden Zombie Nation, der eine Live-Performance für starke Nerven bot. Dieses Spektakel war auch gut aus sicherer Entfernung von der Tribüne aus zu beobachten, mit Blick auf die ca. 8000 feiernden People.
Bei Chris Liebing platzte fast der Mainfloor, hier wurde einer der Höhepunkte der Maydaynacht erreicht. Nachdem Taucher auf dem ersten Floor die Menge mit allen möglichen Mitteln in Trance versetzt hatte, erregten die Disco Boys im Jogginganzug discolikes Aufsehen, endlich mal wieder mit der Hüfte zu wackeln.
Moguai feierte mit allen dazugehörigen Freaks und auf dem Mainfloor gab sich die Menge zu den Klängen von Tomcraft und danach Mark Spoon wild hin. Mark Spoon, der aufgrund eines Vorfalls sein DJ-Pult eher verließ, gab direkt an den Argentinier Dero weiter.

(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)