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Oh wie schön ist Panama…

17 Jul

IMG_6760Viel Gutes hatte Nacht | Hell  von dem Festival an der Rheinaue in Bonn gehört. Vom 13. bis 14. Juli 2018 machten wir uns davon selbst ein Bild. Die dritte Ausgabe erstrahlte bei Traumwetter mit fünf Stages und einer Spielwiese. Hier tobten wir uns Freitagsnachmittags als Erstes aus. Hula The Hoop, Glitzer auf dem Scheitel & Bart von GlowJob oder mit der Veganbox für den Campingplatz eindecken. Veltins V+ lud zum Buttonbasteln und Jute-Beutel-Designen ein. Kreativ sein auf dem Festival, das gibt´s nicht überall!

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Wir staunten nicht schlecht über die liebevoll gebrandeten Stände der Getränke- und Snackpartner. Es war so, wie bei der Entdeckungstour nach Panama. Dazu gehörte auch eine echte Kokosnuss. Einziger Wehrmutstropfen: Die ellenlangen Schlangen an der Wechselstube und die Währung. Warum ein Panama-Taler mehr kostet als ein Euro, leuchtete uns nicht ein!

Auf der Mainstage ließen gerade AkaAka die Sau raus. Ansonsten war die Panama Stage zwar die Größte ihresgleichen auf dem Festival, aber musikalisch mit Lost Frequencies und Oliver Heldens nicht unsere Wahl.

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Dafür die Umbrella Stage mit voller Stil vor Talent-Energie von Hidden Empire, Oliver Koletzki und Reinier Zonneveld. Noch technoider gings auf der zweiten riesigen Baumann Container Stage mit Anna, Charlotte de Witte und Len Faki zu. Um Mitternacht war Schicht im Schacht.

Samstagmittag ging es bereits ab 12 Uhr weiter. Unsere Erkundungsreise führte uns heute zur Sparkassen Bretterbude mit Nicone, Dirty Doering und Lexer. Bei dem Sound wollten wir gar nicht mehr weg! Zum Glück war es nur ein Katzensprung zur Umbrella Stage mit Junge Junge, Bebetta und Format:B. Wir liefen im Kreis, stolperten mehr durch Zufall über die Jägermeister Stage und blieben dort bei bestem Sound hängen. IMG_E6774

Enorm die Parallelen zur Janosch-Kindergeschichte! Insgesamt fiel uns an beiden Tagen eine extrem friedliche und angenehme Atmosphäre auf. Echtes Festivalfeeling – die rausgeputzen Besucher ergänzten den Eindruck.

Diese Stimmung wollten wir weiter einfangen und entspannt auf uns wirken lassen. Auf einem Hügel oberhalb der technoiden Stage verfolgten wir in der tiefstehenden Sonne den Sets von Oliver Huntemann und Pan-Pot. Wir träumten vor uns hin und stellten fest: Oh wie schön ist Panama!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskBsdjma

Ausblick auf das PollerWiesen Festival – Interview mit Mitch

9 Mai
Foto by Alex Bremer

Foto by Alex Bremer

Was macht PollerWiesen so besonders?! Es ist das nicht Greifbare, Überraschende, die musikalische Vielseitigkeit. Das wissen auch die Anhänger, die teilweise aus ganz Europa anreisen. Geplant wird, sobald der Termin fest steht. Längst bevor das Line-Up verkündet wird. Denn das Vertrauen ist da.

PollerWiesen steht für sich. Seit Jahren ist der Pfingstsonntag in Dortmund in den Händen hochwertiger elektronischer Musik – Dank des Kölner Veranstalters. Am 20. Mai 2018 kann man sich ab mittags im Revierpark Wischlingen auf verschiedenen Floors in der Natur auslassen, mit dabei Âme b2b Rødhåd, Kölsch, Len Faki, Konstantin Sibold, Reinier Zonneveld, Agents Of Time, Tube & Berger, Blawan b2b Dasha Rush, FJAAK, Courtesy uvm. 

Heute blickt Michael Kastens mit Nacht | Hell auf das Festival: „Mitch“ ist Mitveranstalter des PollerWiesen Festivals und mitverantwortlich für Marketing und das Programm.

Für alle, die noch nicht im Revierpark Wischlingen PollerWiesen gefeiert haben. Was ist der Unterschied zu euren Events in Köln?

Mitch: Der Revierpark Wischlingen hat mit seiner atemberaubenden Topographie schon die perfekten Voraussetzungen für unser Festival. Es gibt eine große Fläche in der Mitte des Geländes für die Main Stage, eine Bühne am Strand (Beach), eine auf dem Hügel (Hilltop) und eine Bühne in einem Waldstück am Rande des Parks (Hidden). Somit haben wir hier auch schon einen entscheidenden Unterschied zu Köln, wo wir nur eine Bühne haben. Wir können also beim PollerWiesen Festival musikalisch vielseitiger sein, da jede unserer Bühnen individuell kuratiert ist und das Line-Up genau abgestimmt einen Sound repräsentiert.

An Traditionen soll man festhalten. Wird es in diesem Jahr wieder die bewährten Stages geben?

Mitch: Klar, unser Konzept ist hier wie bereits oben angeschnitten ein fein kuratiertes Programm, das auf jeder Bühne in sich geschlossen ist. Auf der Main Stage wird hauptsächlich Techno und House zu hören sein, am Beach hosted by Reaktor wird es eher in Richtung roughen Techno gehen, auf dem Hill hosted by Kittball sind die Klänge eher melodischer und dem Deep House und Tech House zuzuordnen und auf der Hidden gehen wir gerne Experimente ein – hier wird es progressiv, im Sinne von „underground sounds“.

Was sind deine genauen Aufgaben am Veranstaltungstag? Da du die Musik ja selbst liebst, ist es sicher schwer zu arbeiten, wenn die anderen feiern?

Mitch: Natürlich würde ich mich am liebsten Vierteilen, um auf jeder Bühne gleichzeitig zu sein. Als Veranstalter versucht man das auch so gut wie möglich. Wir haben das Glück ein so gut eingespieltes Team zu sein, dass jeder seinen Bereich im Blick haben kann und trotzdem den Spirit des Festivals voll und ganz mitnehmen kann. Das ist uns auch sehr wichtig, damit man einen leidenschaftlichen Blick auf seine eigene Veranstaltung behält. Während der Veranstaltung kümmere ich mich primär um die Bereiche des Marketings und Programms.

Wie ist es zu dem diesjährigen Booking gekommen? Was sind die Highlights?

Foto by Alex Bremer

Foto by Alex Bremer

Mitch: Aus unserer Sicht ist jeder einzelne Artist, der bei uns spielt, ein Highlight. Wir würden niemals einen Künstler über den anderen stellen, denn jeder einzelne ist ein absoluter Wunschgast von uns. Das Booking kommt eigentlich immer ähnlich zustande: Wir sammeln viele Eindrücke auf Festivals oder in Clubs und beschäftigen uns täglich mit der Musik. Dann gibt es meistens eine lange Liste und aus dieser wird dann gefiltert und gebucht. Das Booking ist bei uns eine ästhetische und subjektive Entscheidung. Wir buchen das, was wir gerne auf einem Festival hören möchten und was in unser Konzept passt. Wenn unsere Gäste es dann genauso abfeiern wie wir, ist es die schönste Bestätigung, die man als Veranstalter bekommen kann.

Hast du einen Tipp für die Besucher, um PollerWiesen bestmöglich zu genießen?

Mitch: Im Vorfeld empfehlen wir jedem Gast, sich auf unserer Website die FAQ, wichtige Infos zur Anfahrt und auch Infos zu den Künstlern anzuschauen. Am Tag des Festivals empfehle ich, möglichst früh zu kommen, um sich einen Überblick vom wunderschönen Gelände zu verschaffen. Wir haben viele schöne Bereiche, an denen man seine Picknickdecke ausbreiten und immer wieder zum Abhängen zurückkehren kann. Zudem empfehle ich, die Vielfalt der Bühnen und das musikalische Programm zu erkunden: Lasst euch auf dem Gelände treiben und hört euch auch mal Künstler an, von denen ihr vorher noch nie etwas gehört habt.

Die diesjährige After Hour wird im JunkYard stattfinden. Was macht die Location aus?

Mitch: Der JunkYard ist für uns eine der interessantesten Locations in der Region, die durch ihren industriellen Charme besticht und vor allem auch noch zum Teil das Open Air Feeling weiterträgt. Wir sind sehr gespannt auf unsere erste Afterhour dort!

Wir sind auch gespannt. Das PollerWiesen Festival kann kommen. Danke für den informativen Ausblick, Mitch!

Sonnenfrau

Wichtigsten Fakten:

  • Datum: 20. Mai 2018
  • Uhrzeit: 11:00 bis 22:00 Uhr, Afterhour: 22:00 bis 06:00 Uhr
  • Location: Revierpark Wischlingen, Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund,          JunkYard, Schlägelstraße 57, 44145 Dortmund
  • Mehr unter: http://www.pollerwiesen.org/

Nacht | Hell- Review 2017: https://nacht-hell.de/2017/06/05/heftiges-treiben-beim-pollerwiesen-festival-2017/