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Melt! 2015|Verschmelzung von Sonne und Mond

21 Jul

Was hat das mit dem X auf sich? Dieser Frage wollte Nacht | Hell auf den Grund gehen und folgte der Einladung von MiXery zum diesjährigen Melt! vom 17. – 20.07.2015 in Gräfenhainichen, eineinhalb Stunden von Berlin entfernt. Schon oft hatten wir von diesem besonderen Festival gehört, bei dem das Line-Up auf dem ersten Blick so gar nicht zusammenpasst und das selbst von Frauenmagazinen als „deutsches Coachella“ gehypt wird. Sollte das das Geheimnis sein, dass Kylie Minoque als diesjährige Headlinerin angekündigt wird, selbst ein Sven Väth 2015 das erste Mal in der „Stadt aus Stahl“ spielt, stylische Mädels aus ganz Europa mit echten Blumenkränzen rumschwirren und eine Leichtigkeit in der Luft liegt, die ich bis dato auf keinem Festival erlebt habe?!

Wir starteten unserem ersten Melt!-Trip am Freitag in Wittenberg, dort hatte MiXery Fun Travel in Zusammenarbeit mit Cool-Tours u.a. das Luther Hotel im Angebot. Von dort aus gab es einen regelmäßigen Busshuttle (45 Minuten) nach Ferropolis. Die zweite bequeme Variante war es, sich im MiXery Camp einzubuchen und sich über Dinge, wie den Aufbau des Zeltes keinen Kopf mehr machen zu müssen und den Alltag an der campeigenen Rezeption abzugeben. Fast wie im „All-inklusive-Urlaub“, hier konnte der MiXery-Camper die verschiedenen Geschmacksrichtungen testen, denn neben den bekannten Bier-Mixen gibt es seit ein paar Wochen auch Beer-Cocktails, wie Sex on the Beach, immer mit dem X.

Die Partyhungrigen reisten schon eher mit dem MiXery-Melt-Train an und hatten Party und ein eigenes Abteil zum Zurückziehen zugleich.

Bei noch 30 Grad im Schatten folgte für uns am frühen Abend ein etwas längerer Fußmarsch, der sich am Rande des Gremminer Sees hinzog. Vorbei an vegetarischen Ständen, sich selbst kompostierbaren Toiletten und dem Warsteiner-Backstage-Floor am Campingplatz, vor dem die Meute sich bereits seit der Pre-Party am Donnerstag fröhlich am Dancefloor und unter der Erfrischungsdusche einstimmte.

Nach Betreten der Pforten war es notwendig, sein Bändchen mit Geld aufzuladen, denn der Veranstalter hatte dieses Jahr das bargeldlose Bezahlen eingeführt. Nachdem man sich diese Basis geschaffen hatte, ging die Leichtigkeit des Seins los.

Wir hatten uns ganz klar die elektronischen Acts vorgenommen, ließen uns aber treiben und inspirieren, von Künstlern, die wir vorher noch nie gehört hatten. Nachdem wir uns einen groben Überblick über das Gelände und den sieben Floors verschafft haben, hatte sich die Sonne gerade verabschiedet und der Mond leuchtete voller Vorfreude.

Es ging los bei Claptone (live) auf der Gemini Stage, der direkt nach Tiefschwarz feat. Khan spielte. Der Mann mit der goldenen Maske ließ diese großzügig verteilen, so dass möglichst viele ein Teil seiner Anonymität annehmen konnten. Wir feierten mit vielen Claptones ausgelassen vor der Bühne.

Nach der geballten, deepen Ladung ging es unter freiem Himmel weiter und wir liefen 90er-Trash auf dem Disco-Floor in die Arme. Das war eine witzige Abwechslung, aber bitte nur ganz kurz!

Das altbekannte Grinsen von Chris Liebing strahlte über den Big Wheel Floor, der nachmittags noch von Markus Kavka eröffnet wurde. Endlich technoide Klänge, für drei Uhr nachts genau das Richtige für uns bis in die frühen Morgenstunden.

Im Hotel-Bus-Shuttle am Samstag auf dem Weg zum Melt! machten wir Bekanntschaft mit einer Truppe, die einen Stab gebastelt hatten, auf der oben drauf eine Feiereule thronte. Eine süße Idee und ein Teil der Ausgelassenheit dieses Wochenendes.

Der Abend stand ganz klar im Fokus von Kylie Minogue. Bis zu ihrem Auftritt, war sie Gesprächsmittelpunkt und jeder wollte wenigstens einen kurzen Blick auf die australische Sängerin erhaschen. Die Massen drängten sich schon früh vor der überdimensionalen Hauptbühne, dort wo Sonne und Mond verschmelzen.

In Front of Stage hatte die Karlsberg Brauerei Geschäftspartner in ihre MiXery Skylounge eingeladen, diese war leider nur für maximal 35 Personen zugelassen. Bei allen, die einen Platz ergattert hatten, war die Freude groß. Kylies Worte „Read my body language“ waren ansteckend und so ließen ein paar Jungs und Jungs, aber auch Mädels, ihre Hüfte hier oben mitkreisen. Kylie im roten Bühnenoutfit und die heißen Tänzerinnen ergänzten ihre sexy Show. Es folgte ein Hit auf den nächsten, bis Kylie Minogue für ihre deutschen Fans „99 Luftballons“ von Nena anstimmte, eine charmante Idee!

Als Kontrastprogramm dazu gaben wir uns den Big Wheel Floor, auf dem Urgestein Sven Väth ablieferte und selbst staunte, gab es doch auch mal etwas Neues für ihn. Im Anschluss lernten wir den Sound von Ryan Elliott kennen und machten einfach weiter.

Es war hell und die Sonne knallte, als wir auf dem Sleepless-Floor landeten. Frei nach dem Motto „I can´t get no sleep“ folgten wir den Klängen von Pete Tong, der uns auf eine musikalische Reise von Berlin nach Ibiza mitnahm. Unser Favorit-Set.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157656165900245

Videos:

Claptone: https://youtu.be/ueztgr8dPgc

Kylie Minogue: https://youtu.be/m2hrIdj2Vk8

 

 

 

15 Jahre Rave on Snow

16 Dez

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Meisten stimmen sich auf Weihnachten ein, indem sie den Adventskranz aufstellen, Plätzchen backen und auf den Weihnachtsmarkt gehen. Es gibt aber auch Leute, die sich am zweiten Adventswochenende auf nach Saalbach-Hinterglemm in Österreich machen, um in den Alpen bei guter Musik im Schnee abzufeiern.

Am Freitag, 12.12.2008, kamen Tausende zum 15-jährigen Rave On Snow-Geburtstag. Los ging es abends auf dem Dorfplatz mit u.a. Patrick Lindsey, Pascal Feos und Chris Liebing auf der Partysan-Stage. Hier war der allgemeine Treffpunkt, sich auf die Parties einzustimmen.

Zwischendurch wärmte man sich in einem der Restaurants im Dorf auf. Leider wurde die Partylocation Arena in einen Mexikaner umgewandelt. Als Entschädigung gab es einige neue, wie den Rave On Snow-Club. Hier rockten Loco Dice und Marco Carola die Massen, während 20 Meter weiter das Karma ein Geheimtipp für Clubgänger war. Aber auf die altbewährten Locations wollte auch niemand verzichten. Unser Highlight war der Auftritt von Dapayk & Padberg im Castello. Das Topmodel und ihr Liebster gaben ein sensationelles Live-Set zum Besten. Danach ging es direkt zum nächsten Live-Gig von Codec & Flexor in der Garage.

Samstagmorgen rief der Schattberg, mit oder ohne Skier bzw. Snowboard. Auf dem Gipfel spielten schon ab elf Chris Wood & Tini. Während die einen abtanzten, nutzten andere den Warsteiner-Snow-Show-Park für eine geniale Abfahrt.

Eine kleine Auszeit im Wellnessbereich und in der Sauna des Hotels half, die zweite Marathonnacht unbeschadet durchzustehen.

Der Warsteiner-Dom auf dem Dorfplatz war eine gute Alternative, um draußen zu feiern, aber trotzdem ein Dach über dem Kopf zu haben. Die dritte neue Location, die Taverne, verwandelte Labelmacher Matthias Tanzmann in den Moonharbour-Floor. Diejenigen, denen der Weg die Dorfstraße etwas bergauf zu mühsam war, gingen in die Garage und blieben die ganze Nacht. Dort wurden in den drei verschiedenen Areas für jeden etwas geboten, von Oliver Koletzki im „Stil vor Talent“-Floor, über Markus Kavka im Vakant/Harry Klein-Bereich bis hin zur Main-Stage mit Felix Kröcher.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157634190689867/