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Musik und Frieden im Wald – der Lachende Hans auf Reisen

29 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeimatverbundenheit – ein Gefühl, das sich ausprägt, wenn man nicht mehr am Geburtsort lebt. So auch beim Lachenden Hans, eine ganz besondere Open Air Location, die zwei Sommermärchen lang an der Neulandstraße zauberte und seit letztem Jahr auf Reisen ist. Für den Hans ging es raus aus der Stadt -> rein in den Wald. Und ist im Waldfrieden gelandet.

Eine idyllische Location, u.a. für Goa-Parties bekannt, ca. 40 Kilometer von Osnabrück entfernt. Daniel Bruns und sein Veranstaltungsteam waren nicht die Einzigen, die einige Kilometer zurückgelegt haben, um am Samstag, 27.08.2016, ab 11 Uhr, einen Tag lang in gewohnter Lausbuben-Art und Weise zu feiern.

Dirty Doering, Juliet Sikora, Franz Alice Stern, Markus Klee, Krink, Pornbugs, Frank Kruse uvm., die Acts kamen größtenteils aus Berlin, Dortmund oder der Heimat Osnabrück. Murat Intensive aus Istanbul war kein Weg zu weit, nach der letzten intensiven Afterparty hier musste er einfach wiederkommen. Viele reisten von Osnabrück, Vechta oder Oldenburg mit der Bahn an. Von Lemförde aus gab es dann einen Busshuttle.

Und alle wurden mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Musik und Frieden im Wald. Ein größeres Glück konnte es eigentlich nicht geben. Wer da noch was zu meckern hatte, sollte lieber zu Hause bleiben und tat das vielleicht auch. Und was machten wir?! So viel sei verraten -> Wir hatten viel Spaß!

Wie im letzten Jahr gab es draußen zwei Floors. Als wir gegen 16 Uhr ankamen, spielte gerade Headliner Dirty Doering auf der Main seinen Katermukkesound. Was für ein Start!

Der zweite Floor „Upper Hill“ wurde in diesem Jahr von Bondage-Music gehostet. Die Pornbugs brachten Dilby, El Mundo, Krink – live und die Vogelperspektive mit, da freute sich der Lachende Hans.

Die ganze Zeit über gab es mehr als genug Möglichkeiten zu chillen, ob auf den Wiesen, im Baumhaus oder auf Schaukeln. Kostenloses Wasser kam direkt aus der Quelle.

Und wie vergeht der Tag mit so vielen Vögeln auf einem riesigen Areal? Wie im Flug!

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So erlebt doch jeder selbst seine eigene Geschichte. Gewisse Dinge können nicht erklärt werden, die muss man selbst wahrnehmen: Wie das Abschlussset von Dansir und Louis Dinkgrefe. Wer die Tage und Nächte damals im Lachenden Hans mitgefeiert hatte, hat spätestens jetzt das Hans-Gefühl wieder. Oder lernte es endlich kennen!

Für alle, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren, ging es pünktlich ab 22 Uhr Indoor weiter mit Fareed Escobar, Intensive, Tom Stil und P.A.C.O. Gut so, denn mittlerweile war es schon zappenduster.

Wir machten es uns zwischendurch am Lagerfeuer gemütlich und waren gespannt auf diejenigen, die ab 3 Uhr bis zum Ende spielen sollten. Das Motto: „Wer steht, der dreht…“

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Veranstalter Dansir schnappte sich direkt im Anschluss noch einmal P.A.C.O., nach Juliet Sikora, der zweite Kitball-Vertreter an diesem Tag. Eine Symbiose, die den Hans noch bis vier Uhr am Lachen hielt.

 

 

Übrigens: Wer Nacht | Hell kennt, weiß, dass wir auch sehr heimatverbunden sind.

Sonnenfrau

Videos:

Dirty Doering: https://youtu.be/Nu5ro7Jrdl4

Franz Alice Stern: https://youtu.be/TUGsKO0nwrw

Dansir & Louis Dinkgrefe: https://youtu.be/A8BE86uuSdA

Cool, cooler, SoKooL aus Berlin Interview mit dem Mainact der Osnabrücker Houseboatparty

7 Sep

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeit letztem Jahr gibt es die Houseboatparty, neben Minden und Hannover, auch in Osnabrück. Die Veranstalter Glory Nights haben 2014 den NEO Club mit ins Boot geholt und wieder zu einer housigen Bootsfahrt geladen. 250 Gäste und die DJs, SoKooL, Sascha Arlitt, Tension, Tim Rehme, Tom Stil, Klamm & Heimlich, Johnny Dash und Kieran Mullins (Ober- & Unterdeck) waren am Freitag, 05.09.2014, mit von der Partie. Die Anlegestelle war wieder der Steg vor der Wasserschutzpolizei in Bramsche. Um 19.30 Uhr ging es los und ab 23.30 Uhr sorgten Shuttlebusse für eine direkte Verbindung zur offiziellen Aftershowparty „Sonnenklang“.

Frei nach dem Motto: „Eine Bootsfahrt, die ist lustig“ war auch Nacht | Hell mit dabei. Kurz vor der Abfahrt haben wir mit den Headlinern SoKooL (Katermukke/Berlin, Kiddaz.FM) gesprochen. Im Interview berichteten die gut gelaunten Berliner Thomas Bendt und Mathias Maier (kurz Matze) u.a. über ihren gefühlvollen Sound. Dabei gab es ein Bauchmuskeltraining inklusive, denn ein Lacher folgte dem nächsten.

Wann habt ihr euch kennengelernt und wodurch?

Thomas: Wir haben uns 2011 in der Brillenfactory „ic! berlin“ kennengelernt. Er hat dort ein Praktikum gemacht und ich habe in der Fertigung gearbeitet. Er war sofort „cool mit mir“ und dann sind wir einen Kaffee trinken gegangen.

Matze: (lacht) Er war nett und mir gleich sympathisch und hat dann mitbekommen, dass ich auch Musik mache. Seitdem machen wir das zusammen.

Wir treffen uns in letzter Zeit öfters am Wasser. Erst vor Kurzem habt ihr auf dem Badeschiff in Berlin gespielt, heute hier auf dem Boot. Habt ihr eine besondere Verbindung zum Element Wasser?

Matze: Ich liebe Wasser und finde, dass jede coole Stadt einen Fluss haben sollte. Ansonsten war das ein schöner Zufall.

Thomas lacht und überlegt am Ende seines Sets mit „alle Mann“ baden zu gehen…

Spielt ihr lieber Open Air oder im Club?

Thomas: Wir legen überall gerne auf, es geht uns darum, die Leute mitzureißen und das ist eigentlich egal wo.

Matze: Da stimme ich zu, obwohl ich den Sommer im Open Air Club schon extrem geil finde, das ist ein anderes Feeling, einfach ein bisschen entspannter und cooler und wenn man so richtig ausrasten will, dann im Club im Winter. Wir mögen beides.

Auf der Nature One habt ihr Sven vom FAZE Mag ein extrem lustiges Interview gegeben. Mit von der Partie war auch DJ Hooligan, wie ich finde, eine interessante Mischung! Dabei sind immer wieder die Worte „so cool“ gefallen. Hört ihr öfters Wortspiele rund um euren Namen?.

Matze: Man sagt, die Party war so cool, jeder benutzt das, das ist eigentlich ein Segen für uns.

Thomas: Sieh mal: Du gehst abends ins Kino und sagst, der Film war so cool und wenn die Leute uns schon gesehen und gehört haben, verbinden die das sofort mit unserem Namen und sagen: „Wir denken immer an euch, wenn ich so cool sage“. Damit haben wir genau das erreicht, was wir wollten, denn wir wollen in den Köpfen bleiben, das ist ein alltäglicher Begriff.

War das für euch der ausschlaggebende Punkt, jetzt auch ein eigenes „SoKooL“- Merchandise anzubieten?

Thomas: Der Name war erst gar nicht trendy, es gab sogar Leute, die haben uns deswegen gehasst, weil viele erst die Verbindung zu Hip Hop hatten. Das sind diejenigen, die uns aber jetzt um so mehr feiern und sagen „toll, dass ihr euer Ding mit eurem Namen so durchgezogen habt“. Jetzt werden wir respektiert.

Matze: Die Leute haben uns nach Merchandise gefragt, ob wir mal was machen können und weil wir unser Logo selbst „so cool“ finden, haben wir eine eigene Linie rausgebracht mit T-Shirts, Rucksäcken, Mützen, Unterhosen, Socken und Stirnbändern.

Wofür steht euer Sound?

Thomas: Für Liebe, für Gefühle… Im Endeffekt für alles, was uns glücklich macht und für alle Menschen, die unseren Sound mögen und verstehen.

Matze: Wenn ich den Sound beschreiben müsste, kann ich sagen, dass da immer extrem viel Gefühl drin ist. Wir benutzen in unseren Nummern immer ein paar knarzige, flächige Bässe, Groove muss auch mit dabei sein. Wir picken uns von allem das Beste raus und bringen das in einem Song zusammen, das ist SoKooL.

Thomas: Wir sind nicht für Schubladendenken. Bei uns gibt es verschiedenste Einflüsse, wir definieren unseren Sound nicht.

Dieses Wochenende ist in Berlin die Music Week und ihr seid heute hier auf dem Boot in Bramsche. Woher kommt diese besondere Verbindung zu Osnabrück?

Thomas: Wir waren schon ein paar Mal in Osnabrück und haben bereits im Kuckuck gespielt, in Damme auf dem Lausbuben Open Air und im Lachenden Hans, die dortigen Veranstalter Daniel Bruns und Christopher Noble kennen wir gut. Insgesamt haben wir die Osnabrücker Posse als coole, herzliche und sympathische Menschen empfunden und kommen deswegen immer gerne wieder hier hin.

Geht es hier intimer zu, als in Berlin?

Matze: In Berlin können die Parties auch ganz schön intim sein, so ist das nicht (Gelächter). Wir kommen hier gerne hin, die Leute sind mindestens genau so entspannt, wie in Berlin.

Thomas: Ich mag es auch, wie die Leute hier sprechen. Für mich als Berliner ist das hochdeutsch, was hier gesprochen wird, wie ein krasser Slang.

Was erwartet die Leute heute Abend?

Thomas: Geilheit, Sex, Energie und viele Gefühle.

Matze: Danach geht’s zur offiziellen Aftershowparty in den NEO-Club. Wir sind sehr gespannt!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157646932019018/