Winter World

20 Jan
Um eine richtig coole Party zu erleben, fährt man ja gerne mal 200 Kilometer und mehr. Nachdem die Winter World letztes Jahr einfach bombastisch war und bleibende Eindrücke hinterlassen hat, freute ich mich auf das erste fette Highlight im neuen Jahr 2004. Los ging es – ohne Schneetreiben wie 2003 – zur geliebten Nature-One-Location. Mit Bus und Bahn reisten rund 4.000 Raver aus ganz Deutschland an. Auf der Pydna angekommen, erstrahlte kein Winter-Wonderland, sondern hier blies einem ein heftiger Wind um die Nase. Schnell ab ins Zelt und feiern!

Auf dem Nordpol, der diese Nacht für die härtere Gangart der elektronischen Musik gedacht war, oft auch mit  dem (Un-) wort „Schranz“ bezeichnet, ließ es die DJ-Frau Shee-la aus Köln richtig krachen. Durch einen schmalen Gang am Südpol angekommen, lauschte man Housetechnoklängen, auch nett!

Weiter ging es in die Halle, dem Basislager, wo leider die Dekoration fehlte, dafür aber umsomehr Flohmarktstände am Start waren. Hier gab es alles was das Herz eines Technoiden begehrt, auch weiße Technohandschuhe. Amüsiert darüber, ging es zum Stolle-Stand, wo gewohnt krasse Sachen im Angebot waren. Das Ende der Halle sollte der Chill-out-Bereich sein, die Kaminfeuerromantik vom letzten Jahr war hier leider verflogen.
Nun war es Zeit wieder an den Südpol zurückzukehren, denn hier war „Ruhrgebiet meets Winter World“ angesagt. Hooligan begann sein Set und gab die Möglichkeit richtig zu rocken. Nach einiger Zeit war das Zelt proppenvoll, wie ich später erfuhr, lag es daran, dass der Nordpol geschlossen wurde und die Schranzer in den Chill-out Bereich gelenkt wurden. Grund dafür war eine Stange im Zelt, die wohl geknickt war.
Um kurz nach zwölf kam der Moment als Blank & Jones die Bühne betraten, um eigentlich ihre Trance-Duo-Show abzuziehen. Aber es kam anders und dafür Respekt an Herrn Blank! Er stellte sich mutig für eine unangenehme Sache zur Verfügung und verkündete das Ende der Veranstaltung. Was drinnen nämlich keiner so richtig mitbekommen hatte, draußen wütete ein gefährlicher Sturm.
Da niemand mehr für die Sicherheit der Leute garantieren konnte, war es das einzig Vernünftige. Was in Feierlaune im ersten Moment auf Unverständnis stieß. Gut, dass einige einen klaren Kopf behielten und sich Mühe gaben, dass alle sicher evakuiert den Heimweg antreten konnten.
(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)

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